Dienstag, 29. Dezember 2015

Meine Nähmaschine - Bernina B330

Hier kommt ein langer Erfahrungsbericht zum Fragenkatalog, den Marja Katz zusammengestellt hat.
Sie deckt mit ihren Fragen wirklich alles ab, was für eine Nähmaschinen-Beurteilung wichtig ist.
Dankeschön dafür!

Anschaffung und Folgekosten
 
Welches Modell hast Du, welchen Preis hatte Deine Nähmaschine und wann hast Du sie gekauft?
Ich habe eine Bernina 330, vor ca. zwei Jahren für 1000 € gekauft. Eigentlich wollte ich nur meine Carina zum Überholen bringen, da wackelte alles. Dafür bin ich knapp 40 km nach Moers zu einem Händler gefahren, der mir die Bernina B380 wärmstens ans Herz legte...
Gekauft habe ich die B330, die 400 € weniger kostete. Ich weiß nicht, ob ich es bereuen sollte.

Findest Du das Preis-Leistungs-Verhältnis angemessen?
Hm, nicht so ganz, für das,was sie bietet, finde ich sie zu teuer, vor allem das Zubehör kostet viel zu viel.

Welche Eigenschaften waren für Dich ausschlaggebend für die Kaufentscheidung?
Die neue Maschine sollte vor allem gleichmäßige gerade Nähte nähen. Dabei habe ich in erster Linie an eine brother-Maschine gedacht. Dicke und dünne Stoffe sollte sie gut nähen und nicht den Stoff fressen. Meine alte Carina brachte das nicht mehr zustande.

Wieviel Zubehör wird mitgeliefert und wie teuer ist ein eventuelles Nachrüsten von Zubehör, z.B. Nähfüßchen?
Die Menge des mitgelieferten Zubehörs ist eher bescheiden. Neben dem üblichen Zubehör (Schraubendreher, Öl, Garnlaufscheiben etc.) gibt es ein Paketmit 5 Füßchen, von denen vier an einem mitgelieferten Schaft angeklickt werden können, der Knopflochfuß hat einen eigenen Schaft:
Rücktransportfuss # 1, Overlockfuß # 2, Reissverschlussfuss # 4, Blindstichfuss # 5 und Knopflochschlittenfuss # 3A. In den neuen Paketen scheinen andere Fuß-Sohlen drin zu sein, wie ich auf der Internetseite von Bernina sehe.

Wieviel Zubehör gibt es insgesamt für Deine Nähmaschine, welches davon hast Du und welches davon nutzt Du am meisten? Welches möchtest Du unbedingt noch anschaffen?

Es gibt Zubehör in rauhen Mengen, für alle Nähwünsche zu horrenden Preisen. Gut – die Berina-Füßchen sind qualitativ sehr gut und praktisch.Sie sind fest mit einem Schaft verbunden, den man einfach an der Maschine an einem Zapfen anbringen kann.
Beim mitgelieferten Füßchenset mit dem Extra-Schaft und anklickbaren winzigen Füßchen ist das anders (siehe oben). Das verführte mich dazu, die Füßchen meiner alten Maschine (mit brother- und janome kompatibel) auszuprobieren. Das klappte aber nicht, das Loch für die Nadel war viel zu weit vorne. Inzwischen habe ich dieses Problem anders beseitigt:
Es gibt die Bernina-Nähfußverlängerung # 77 (10,60 €), an die ich die Fußhalterung meiner alten Maschine anschrauben kann. Jetzt passe alle alten Füßchen und die Halterung lässt sich genauso gut anklicken wie alle anderen Bernina-Füße.
Zubehör bestelle ich im Internet, da ist es billiger als beim Händler in Moers.
Einen Obertransportfuß habe ich mir gegönnt (109,70 €!) aber die Investition hat sich gelohnt. Dünne Stoffe mag die Maschine nämlich garnicht und einen einstellbaren Füßchendruck sucht man vergeblich. Jersey bekommt man mit dem Obertransportfuß glatt und ohne Wellen hin.
Bei Chiffon ist der Stofffraß und der Transport-Verzug gemildert aber trotzdem nicht so gut.
Der Obertransportfuß hat drei verschiedene Sohlen: eine normale, eine offene Quiltsohle und eine Schmalkanten-Sohle. Der Umbau ist etwas aufwändig, aber die Funktionen sind praktisch.
Gut ist der Schmalkantfuß # 10, mit dem man im Nahtschatten oder sehr nah am Rand gleichmäßig nähen kann.
Mit dem "Strickwarenfuß" # 12, der eine große Rille im Boden hat, nähe ich Paspeln, die sehr schön gleichmäßig werden. Bei unterschiedlich hohen Stofflagen, z.B. bei dicken Säumen, ist er auch sehr nützlich.
Der mitgelieferte Reißverschlussfuß taugt nicht viel, deshalb habe ich mir kürzlich den Reißverschlussfuß # 54 mit Gleitsohle und Führunsschiene (54,80 €) bestellt. Weil der Füßchendruck m.E. zu hoch ist, wird der Stoff mit dem alten Füßchen auf dem Reißverschluss verschoben und es kommt zu Wellen und Musteranschluss-Problemen. Reißverschlüsse musste ich sehr fest heften, damit nichts verrutscht. Das neue Füßchen kam erst am Heiligen Abend, so konnte ich es noch nicht ausprobieren.
Der Fuß für den nahtverdeckten Reißverschluss ist auch sehr nützlich, aber mit 33,90 € sehr teuer. Der von Pfaff kostet 13,20 €. Vielleich könnte der Bernette-Anklick-Fuß (3,20 €) zu einem der beiden Schäfte passen? Er sieht dem für meine Bernina sehr ähnlich.
Die Frage ist, ob Bernette-Füßchen nicht generell an den Original-Schaft passen!
Die kosten ein Vielfaches weniger!
Um eine bessere Sicht auf das Material zu haben, kaufte ich mir das Klarsichtfüßchen # 34 (22,80 €), brauche es aber kaum, da ich fast nur noch mit dem Obertransportfuß nähe. Wenn ich eher auf die Nähfußverlängerung # 77 gekommen wäre, hätte ich mir den Kauf sparen können und mein altes Füßchen verwendet.
Den Kräuselfuß # 16 habe ich ausprobiert und bin nicht begeistert. Er kräuselt zwar, aber man darf das Stoffstück nicht anfassen, es verliert die Kräuselung sofort. Die Kräuselung wird auch ungleichmäßig. Außerdem kann ich schlecht einschätzen, wie stark ich kräuseln muss, um die richtige Länge hinzubekommen. Das ist vor allem wichtig, wenn ich den Stoff, an den ich das gekräuselte annähe, mitführe. Da kräusele ich lieber mit der Hand, das wird genauer und gleichmäßiger.
Einen Kniehebel habe ich mir auch einbauen lassen (100 €), der ist zuweilen recht praktisch.

War Deine Nähmaschine schon einmal kaputt? Kannst Du eine Aussage darüber machen, ob die Reparatur- oder Wartungskosten hoch sind (z.B. aufgrund aufwendiger Elektronik)?
Bisher läuft sie einwandfrei, nur einmal hatte ich sie zur Wartung, Reinigung und Ölen. Das kostete bei meinem Nähmaschinenhändler ca. 80 €.

Wo würdest Du Dein Modell einordnen (Holzklasse, Mittelklasse, Luxusklasse) und für wen würdest Du es empfehlen (Anfänger, Fortgeschrittene, Profi)
Trotz des hohen Preises ordne ich sie in der Mitte der Mittelklasse ein, für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet. 

Praktikabilität

Wie groß und wie schwer ist Deine Nähmaschine?

Im Internet fand ich die Maße: 8,5 kg leicht, Breite 34,5 cm Tiefe 17,0 cm Höhe 31,0 cm, Stoffdurchgangsraum: B 16,0 cm  H 11,5 cm – also recht klein und handlich.

·         Kommt Deine Nähmaschine für einen Auf- und Abbau bei flexiblen Arbeitsplätzen in Frage oder ist sie eher für feste Arbeitsplätze geeignet?
Wie aufwendig ist Abbau/Verpackung/Transport für gemeinsame Nähkränzchen?
Bei ihren Maßen ist sie gut zu transportieren. Die Schutzhaube, die Taschen für Kabel, Fußpedal und Anschiebetisch hat, ist praktisch. Das Zubehöretui ist zu klein und unpraktisch. Man kann die Teile nur ungeordnet hineinwerfen. Deshalb habe ich mir eine Plastikbox für Schrauben etc. im Baumarkt gekauft. Dabei muss man aber aufpassen, dass die Fächer groß genug für die Teile (z.B. Knopflochfuß und Obertransportfuß) sind.


Lässt sich die Nähmaschine gut reinigen oder kommst Du an einige Stellen gar nicht heran?
An der Maschine lässt sich nur das Spulenfach öffnen und die Spulenkapsel mit der Halterung herausnehmen. Das sauge ich mit einem kleinen Handsauger aus.

Wie ist die Helligkeit der Beleuchtung?
Die Helligkeit ist durch die LED-Lampen optimal.

Wie laut ist die Maschine?
Sie ist leise, nur der Obertransporteur klackert etwas lauter.

Ist die Maschine intuitiv bedienbar?
Die einfache Bedienung (einfädeln, spulen, Spule einsetzen usw.) habe ich sofort begriffen. Schwierige Anwendungen, wie z.B. das Buchstaben-Programmieren habe ich im Einführungskurs beim Händler gelernt und kann sie mithilfe der Bedienungsanleitung gut nachvollziehen. Mein Nähmaschinenhändler bietet (bei Kauf) kostenlose Einführungskurse an, die ich gerne besucht habe und bei denen ich viel gelernt habe. Natürlich machte er das nicht uneigennützig, schließlich will er das Zubehör gut verkaufen.

Ist die Bedienungsanleitung ausführlich genug?
Ja, und recht gut verständlich. Außerdem gibt es im Internet gute Anleitungs-Videos zu jeder Funktion von fast jeder Bernina-Nähmaschine. Die von Näherinnen gemachten Videos (meistens in englisch) sind noch besser als die der Firma Bernina.

Kann man die Nähmaschine auch ohne Pedal bedienen?
Ja das geht, da wird sie richtig schnell. Das hat nur einen Nachteil: Der Knopf dafür ist direkt über der Taste zum Rückwärts-Nähen. Mir ist es schon öfter passiert, dass ich die falsche Taste drückte und die Maschine losraste. Auch die Rückwärtstaste hat eine Automatik-Funktion: Wenn man länger draufdrückt rennt sie los. Vorsichtshalber habe ich die Nähtempo-Einstellung ganz herunter geregelt. Ich bin eher eine Stich-für-Stich-Näherin.

Näheigenschaften

Welche Nähmaschine(n) hattest Du bisher? Wie schätzt Du Deine Maschine im Vergleich dazu ein?
Angefangen habe ich mit der Tretmaschine meiner Oma – mit Langschiffchen, nur mit Geradeaus-Funktion. Dann bekam ich eine Quelle-Maschine geschenkt, mit der ich viel genäht habe. Dann hatte ich eine mechanische Janome und danach eine Carina-professional, die nicht hielt, was sie versprach.
Die Bernina ist viel besser. Wenn ich aber besonder Zierstiche brauche oder andere Knopflöcher auf dünnem Material, nehme ich schon mal wieder die Carina.

Wie oft nähst Du? Was nähst Du hauptsächlich und findest Du Deine Nähmaschine dafür ungenügend, perfekt ausreichend oder etwas oversized?
Manchmal nähe ich täglich mehrer Stunden, dann mal wieder wochenlang nicht. Ich nähe hauptsächlich Kleidung, manchmal auch etwas für die Wohnung (Kissen, Gardinen).
Meine Maschine reicht so eben dafür aus, aber ein paar mehr Möglichkeiten hätte ich schon noch gerne.

Welches Feature fehlt Dir für Deine Näharbeiten und auf welches Vorhandene möchtest Du auf gar keinen Fall verzichten?
Praktisch finde ich die Muster-Ende-Einstellung, so genau kann ich garnicht aufpassen, auch das Alfabet habe ich für Armbändchen meiner Enkel benutzt, auf die ich Mamas Handynummer gestickt habe.
Wie ich schon sagte, fehlt mir der einstellbare Füßchendruck sehr. Die Knopflochauswahl (siehe unten) ist unter aller Kritik, bei dem Preis sollte mehr drin sein!

Hat Deine Nähmaschine Features, die Du für unsinnig hältst?
Nein

Welche Knopflochfunktion(en) hat Deine Nähmaschine und bist Du damit zufrieden? Was könnte besser sein?
Es gibt nur EINE Knopflochmöglickeit – das simpelste Kopfloch!
Die Knopflochautomatik ist für mich auch eher ein Rückschritt, man muss erst mehrmals rumprobieren, wie groß das Knopfloch werden soll; dann kann es passieren, dass der Stoff hakelt (zu hoher Füßchendruck!) und die Knopflöcher unterschiedlich lang werden. Bei dicken Stoffen will sie genauso wenig wie meine alte Maschine. Diese Transporthilfe zum Knopflochnähen (34,70 €) zum Einklemmen des Stoffes nützt da auch nicht viel. Für den Preis zu wenig! 

Potentielle Problemzonen
 
·        Wie näht Deine Nähmaschine enge Rundungen?
Prima, wenn ich die kleinen Jeans meiner Enkel flicke, komme ich gut um die Kurven.
·        Ist das Stichbild sauber, auch bei sehr dickem Nähgut oder sehr schnellem Nähen?
Nur bei sehr dünnen Stoffen wird das Stichbild unsauber, dicke Stoffe bewältigt sie problemlos.

·         Ist der Stofftransport gerade und gleichmäßig, auch wenn Du den Stoff nicht aktiv führst?
Ja, sehr gut.

·         Ist ein sauberes Nähen an Stoffkanten möglich, ohne dass sich die Naht oder der Stoff zusammenzieht? (Nahtanfänge, versäubern)
Bei Nahtanfängen halte ich sowieso immer die Fäden fest, das ist eine alte Gewohnheit (und manchmal ein ziemliches Gewurschtel, bis ich sie erwischt habe). Meine Maschine macht Fadenknubbel, wenn ich den Unterfaden nicht festhalte.
Eine Bernina sollte das nicht tun – habe ich eine Montags-Maschine erwischt?

·        Werden elastische Stoffe problemlos genäht oder wellt der Stoff?
Ohne Obertransportfuß wellt die Naht bei stärker dehnbaren Stoffen.

·        Wie ist die Kontrolle über Nähgeschwindigkeit? Ist sehr schnelles oder sehr langsames Nähen (Stich für Stich) möglich?
Beides ist möglich. Bei langen Nähten, z.B. bei Gardinen, nutze ich auch die Schnellnäh-Taste.

·        Bei welchen Nähfragen kommst Du an die Grenzen Deiner Nähmaschine? Was funktioniert überhaupt nicht?
  • - Füßchendruck
  • - Knopflochauswahl
Wie ist Dein abschließendes Gesamturteil in Kurzform? Auf einer Skala von 1 bis 5 – wieviel Sterne würdest Du Deiner Nähmaschine geben und warum?
Gegenüber den Maschinen, die ich vorher hatte, ist die Bernina 330 ein Riesenfortschritt und für meine Bedürfnisse fast ausreichend - aber nur fast..  
Deshalb bekommt sie die Note 3,5.
Ich bezweifle, dass die Maschine so viel mehr kosten würde, wenn zwei Knopflochvarianten dazu kämen und der Füßchendruck regulierbar wäre.

Wenn ich genügend Geld hätte, würde ich mir die Bernina 710 kaufen. Die hat einen eingebauten Obertransport, den man dazuschalten kann, viele Knopflöcher, den verstellbaren Füßchendruck, Fadenschneider und Fadenwächter, unzählige Zierstiche die man nie braucht ... aber auch ein anderes Greifersystem mit einzigartigen Spulen und Extra-Nähfüßen zu Extra-Kosten!
Wie sagte schon Julia von sewinggalaxy im Kommentar zum Fragenkatalog: "die kosten wie Flügel eines Flugzeuges".

Bei Marja Katz findet ihr weiter Erfahrungsberichte

Kommentare:

  1. Liebe Ilse,
    den höändler in Moers kenne ich wohl:-) bei ihm ist immer füsschenaufschlag +15-30€:-)
    er muss ja schliesslich auch leben:-)
    wenn man erst versteht,warum die bernina so anders ist, versteht man auch, warum sie so teuer ist...

    Berina-teile sind hauptsächlich aus metall,das ist nicht nur nachhaltig, es sorgt auch für lange lebensdauer, vorrausgesetzt, man macht regelmässig öl-versorgung.
    auch doppellauf greifer + die tatsache, dass du eine spulenkapsel hast, bedeuten, dass diene mashcine für sejr lange lebensdauer ausgelegt ist.
    wäre es ohne spulenkapsel gut, wären schon längst alle industriemaschinen ohne:-)denn sie erfahren deutlich grössere belastung als eine haushlatmaschine.

    bzgl dehnung der elastische stoffe..hast du schon probiert mit ganz ganz geringen füsschendruck zu nähen?
    bzgl. anfang des nähens und fadengewusel..hast du shcon versucht mit einer stichplatte mit engem stichloch?
    ich ahbe in der anleitung zu meiner vintage-singer mal gelesen- sie haben das nähen der jersey-stoffe mit so einer stichplatte empfohlen. damit der stoff nicht reingekaut wird. seitdem nähe ich die hauchdünner stoffe nur damit. für bernina hab ich die platte noch nciht gekauft, ich nutze die vorhandene singer.
    allerdigs weiß ich nciht,ob man stretch-stich damit nähen kann, bzw ob das loch diesen stich zulässt. das wäre eventuell auch eine möglichkeit.fpür die feine stoffe und gradstich funktioniert es sehr gut.
    die platte meine ich: http://www.naehwelt-flach.de/Zubehoer/Bernina-Zubehoer/Zubehoer-Naehen/Bernina-Stichplatte-Gradstich-oxid.html

    zum knopfloch. die grösse des knopflochs wird durch die errechung des knopfdurchmessers + knopfhöhe bestimmt.
    bernina empfiehlt es + 2mm. das reicht nciht immer, aber das ist pauschalmass und in vielen fällen funktioniert es ganz gut. ich mache in der regel 2 versuche maximal, wenn es keine besondere schwierigkeiten mmacht.

    meine letzte sehr ernsthafte auseinander setzung mit bernina hat mich in meinem glauben an marke sehr erschüttert. sie bleibt nach wie vor ein rolls royce unter der haushalt-nähmaschinen. aber leider unterleigen auch die wettbewerb, glöobalisierung, markdiktatur.
    bernina bringt letzte zeit unausgereifte ingenieurlösungen auf den markt und verkauft es zu höchstpreisen.
    die hoch angestiegene reparaturen und retourenanzahl führen dazu , dass modelle unwiederruflich durch verbesserte nachfolger-modelle ersetzt werden und vom markt verschwinden.
    die gute modelle mit viel leistung, die aber zu wenig profit gemacht haben, haben sie vom markt entfernt.
    so ist z.b. die ganze 4-er serie verschwunden. sie war sehr gut und günstig für den preis. zu dem presi gibts gar nciht mehr von bernina zu der leistung, die 4-er serie geliegert hat.
    auch der zu hohe preis, wie z.b. 8-er serie garantiert keines falls qualittät!
    es zieht sich wie ein roter tuch, die liuste der mängel der 820-er und 830-er..

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    1. Liebe Julia, die Qualität der Materialien für diese Maschine ist super, meine alte Maschine ist dagegen Plasik-Schrott. Mit der Spulenkapsel komme ich auch gut zurecht, schon meine alte Quelle-Maschine hatte so eine.
      Nur den Füßchendruck kann ich nicht regulieren! Nirgendwo ist ein Regler, ich muss es so nehmen, wie es ist. Aber eine Geradstichplatte möchte ich mir schon zulegen. Meistens nähe ich Jersey-Nähte mit dem Dreifach-Geradeausstich (wenn ich nicht die Overlock benutze). Mit dem Obertransportfuß klappt ja auch die Näherei von Jersey und bei dünnen Stoffen lege ich Stickfolie (Avalon) unter, dann klappt das auch. Die Knopflöcher messe ich auch so aus, wie Du es beschrieben hast. Mit meiner alten Maschine war es halt bequemer, man legte den Knopf hinten in den Schlitten, klappte die Automatik runter und nähte los. Dieser winzige rote Schieber auf dem Bernina-Schlitten ist so rutschig und verschiebt sich bei der kleinsten Berührung, so dass ich Probleme habe, das erste Knopfloch hin zu bekommen. Die anderen laufen dann automatisch.
      Mit dem wirtschaftlichen Aspekt hast Du wohl Recht. Die 7er-Reihe soll wohl auch bei der Elektronik sehr zickig sein, von der 8er Reihe habe ich noch nicht viel gehört.
      Danke Für Deine Tipps
      Liebe Grüße
      Ilse

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  2. Nur ein einfaches Knopfloch finde ich bei einer Maschine in der Preisklasse auch etwas mager - die 350er hat das Augenknopfloch dazu, das möchte schon sein. Mit der Automatik bin ich aber bisher gut zurechtgekommen: Ein Knopfloch nähe ich immer zur Probe und schneide es auf und probiere es aus. Wenn dann die "richtigen" Knopflöcher drankommen, muss man sehr darauf achten, dass sich der Stoff frei bewegen kann und die Maschine den Transport komplett selber regelt, dann werden sie gleichmäßig. Bei der Heißen Nadel habe ich gerade den Tipp gelesen, dass sie die automatischen Knopflöcher bei ihrer Maschine mit dem Start-stopp-Knopf nähen lässt, also nicht über das Fußpedal die Geschwindigkeit steuert, das werde ich demnächst ausprobieren.

    Aber du beschreibst sehr gut, warum ich meiner 350er auch nicht uneingeschränkt positiv gegenüber stehe: Man bekommt schon das Gefühl, bei den günstigeren Bernina-Maschinen nur die nötigsten Funktionen zu bekommen. Eine teurere würde ich aber auch nicht haben wollen, weil mich z.B. die Stickfunktion überhaupt nicht interessiert. Wenn man die Maschineneigenschaften selbst konfigurieren könnte, das wäre super!

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    1. Liebe Lucy,
      danke für den Tipp mit den Knopflöchern, das werde ich mal ausprobieren. Die Knopflöcher sind vor allem dann misslungen, wenn ich zu unregelmäßig Gas gegeben habe.
      Abgesehen davon, dass ich keine 2500 Euro für eine neue Maschine übrig habe, die B710 hat einfach so viele unnütze Funktionen, die ich nie brauchen würde. Außerdem geht mir die Geldmacherei mit dem teuren exclusiven Zubehör auf die Nerven. Aber es wird wohl ein Wunschtraum bleiben, sich eine Maschine auszusuchen, bei der man die Funktionen selbst zusammenstellen kann...
      Liebe Grüße
      Ilse

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  3. Hallo. Danke für die ausführliche Darstellung. Ich trage mich mit dem Gedanken, die 350 PE zu kaufen oder aber schon auf 530 zu gehen. Den Händler in Moers kenn eich (da aus Moers), aber die Beratung war so von oben herab ä, dass ich dann nach Dinslaken ausgewichen bin. Sehr zu empfehlen. Schulung Overlocker über 3 h nur für mich. Im Übrigen sind die Bernina-Händler dazu verpflichtet, also zu den Schulungen. Hader mit mir w. Dem einzustellenden Druck. Nähe jetzt mit der Janome DC 3018 und Jersey ist nicht wellig, stelle die Fadenspannung geringer, Druck ist nicht einstellbar. Hadere deshalb, ob 530 aber 500€ teurer und ohne Obertransporteur, jedoch grösserer Durchlass statt 16 sind es 19.... Finde, Eure Kommentare sehr hilfreich. Danke schön. Liebdn Gtusd

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    1. Danke für Deinen Kommentar. In Moers hab ich auch das Gefühl, die wollen mir was andrehen. Schau doch mal bei www.naehpark.com rein, da kann man auch Maschinen vergleichen und die Preise sind auch moderat (im Gegensatz zu Hegmann/Moers).
      Liebe Grüße
      Ilse

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    2. Schwaak in Dinslaken hält mit den Internetpreisen mit und beraten gut. Bin als Anfängerin mit Janome DC 3018 sehr zufrieden - jetzt nach 3 Jahren stosse ich an Grenzen - aber eher w. Jeans nicht w. Jersey gewesen. Alte wird auf Kauf angerechnet und sehr guter Preis bei Overlock von Bernina, sehr gute Beratung. Bei Hegmann hatte ich das Gefühl, dass man meinen Wunsch nicht verstand, nicht zuviel Geld ausgeben zu wollen. Und war bei Hegmann nicht bereit zu beraten. Anders Schwaak: Wollte mit Brother starten, aber man riet mir zu Janome, kann elastischen Zuckzack rückwärts... Sind an Kunden interessiert...

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  4. Ich habe seit 2 Monaten eine Bernina 350 PE und ich muss feststellen, dass sie das 12-fache einer 100 Euro Maschine nicht wert ist. Der Transporteur macht seine Arbeit, aber bei schmalen Strecken ist er mir zu breit. Für Softshell habe ich mir Teflon Füsschen um einen stolzen Preis gekauft. Bei mir staut sich oft der Unterfaden. hin und wieder nimmt sie das Gas nicht an, die Unterfadenaufspulung geht oft schleppend, und und und...Also ich kann nur jedem ans Herz legen, viel zu recherchieren und evtl. in der Nähe Probenähen mit vielen unterschiedlichen Modellen. Ich habe mich von den Aussagen der Händler verwirren lassen, dass es die Einzige Nähmaschine ist die noch Qualität mit sich bringt. Zu dem Preis aber für mich leider zu wenig!

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