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Mittwoch, 8. November 2017

Stoffdiät ! - Stoffdiät ??

Die Stoffdiät war bei mir nur teilweise erfolgreich, ich habe nur Stoff für solche Kleidungsstücke gekauft, die ich unbedingt brauchte, wie für den Strickcardigan , den ich letzte Woche zeigte.

Zum Nähen bin ich dieses Jahr eher selten gekommen, als Oma war ich stark eingespannt und werde es auch bis zum nächsten Sommer bleiben. Außerdem habe ich ja noch ein anderes Hobby, die Chorsingerei. Durch die Feierlichkeiten des Reformationsjubiläums war in dem Bereich mehr zu tun als sonst. Die Bach-Kantaten 79 und 100 lassen sich nicht so einfach lernen, das braucht Zeit und Übung - hat aber großen Spaß gemacht und wirklich gut geklappt.

Zudem schickte mir das Schicksal eine alte Dame, die ihre Kleidungs- und Bastelstoffe los werden wollte. Vor einem Jahr "beglückte" sie mich schon mit ein paar Metern Poly-Chiffon, diesmal war es eine große Tüte mit etlichen Gardinenmustern aus den 90er Jahren und wieder einigen Poly-Stoffen, dazu nicht in meinen Farben.
Ich konnte mal wieder nicht nein sagen, habe aber das Meiste doch entsorgt.


In den Sommerferien hatte ich dann ein paar Kapazitäten zum Nähen und habe diese Bluse fertig gestellt:

Vielleicht kommt Euch der Stoff bekannt vor, Frau Küstensocke hatte ihn auch im Vorrat, hier zu sehen.
Der Stoff ist so wild gemustert, dass man nichts von dem Schnitt sehen kann, es ist dieser hier:

burdastyle 2015-02-104

Den wollte ich unbedingt ausprobieren, weil ich eine Bluse nach dem Schnitt bei einer der Bielefelder Damen meine gesehen zu haben. Aber jetzt finde ich sie nicht wieder und kann die Seite nicht verlinken.

Zuerst habe ich ein Probeteil genäht und festgestellt, dass das Gerüsche doch etwas zu üppig für mich ist. Also habe ich es stellenweise eingehalten, wie man auf dem Foto an den Dreiecken sehen kann:



Im Gegensatz zum Gardinenstoff der Probe ist der Originalstoff ausgesprochen weich und hat überhaupt keinen Stand. Wahrscheinlich ist es eine Viscose oder leichte Baumwolle, er ist überhaupt nicht rutschig, ließ sich aber gut vernähen.
Bei Burda ist diese Bluse mit Kragen und Knopfleiste und Manschetten vorgesehen, aber ich wollte eine leichte Bluse ohne Knöpfe und Kragen. 
In meinem Lieblings-Nähladen wurde mir Jerseyband empfohlen, das so gefaltet ist wie Schrägband. Das ließ sich wunderbar verarbeiten.


Mir gefiel die Bluse anfangs nicht, weil man die schräge Rüsche nicht sieht, aber mein Mann war ganz begeistert. Diesen Schnitt möchte ich gern nochmal versuchen, diesmal mit einem Stoff mit mehr Stand.






Mittwoch, 11. Mai 2016

MMM im Mai

Der Frühling ist da, die Wintersachen eingemottet und ich bin auch wieder fit - die Augen haben neue Linsen und die Zähne hübsche neue Kronen.
Trotz der "Renovierungsarbeiten" an meinem Körper habe ich doch einiges geschafft, wie diese Schleifenbluse.


Den Stoff kaufte ich bei dem Bloggerinnentreffen in Köln im November letzten Jahres, als wir den Ausflug zu fashion for designers machten.
Es ist ein über-flutschiger Poly-Chiffon, der nur sehr schwer in Form zu bringen war. Aber das Muster ist traumhaft: wolkig-graublau-grundig mit einem leicht morbiden Rosenmuster.

Der Stoff ist nicht im Internet zu kaufen. Überhaupt werden die wenigsten Stoffe im Internet angeboten, im Showroom in Krefeld dagegen sind hunderte Stoffmuster zu bewundern und zu bestellen. Der Ausflug dahin lohnt sich auf jeden Fall!
Der Schnitt ist aus der September-Burda von 2007:




Der Stoff ist so locker gewebt, dass er die Form nicht hält und sich aushängt. Die Nähte sind französische Nähte, weil der Stoff so stark franste. An den Seitennähte war der Stoff deshalb fest und dehnte sich nicht aus. Dazu muss ich mir noch etwas einfallen lassen, denn bei einer einfachen Begradigung wird die Bluse zu kurz.


Den Organisatorinnen des Bloggerinnen-Treffens in Köln sage ich nochmal herzlichen Dank, es war sehr schön und erlebnisreich.

Hier geht's zum MeMadeMittwoch




Freitag, 23. Oktober 2015

Der burdastyle-Leserservice/Modeberatung hat geantwortet

Meine Kritik am Kinderoverall aus dem burdastyle - Novemberheft 2015 wurde beantwortet, ich bekam eine nette, sachliche mail aus der Redaktion:

   vielen Dank für ihre E-Mail auf burdastyle.de.
   Gerne haben wir den Baby-Overall noch einmal für Sie überprüft.

   Das Rückenteil (Teil 22) hat  verschiedene Schlitzlängen in der hinteren Mitte, die längere gilt für
   den Overall. In Gr.92 ergibt sich dadurch z.B. eine Gesamtöffnung von ca.57 cm. Das entspricht
   genau dem Hüftumfang von Gr.92.
   Ursprünglich war in der hinteren Mitte ein Reißverschluss von 20 cm vorgesehen. Wegen der
   Bequemlichkeit fürs Kind haben wir davon Abstand genommen und nur einen Schlitz eingearbeitet.
   Bei unserem Anprobe-Kind war das völlig ausreichend, aber Ihre Bedenken sind nachvollziehbar:
   Je nach Pamperspaket könnte es vielleicht ein bisschen knapp werden. In dem Fall bitten wir Sie,
   den Schlitz um ein paar Zentimeter zu verlängern.


   Beste Grüße
   Christiane Nickolas

Meine Zweifel rührten daher, dass meine acht Enkelkinder und meine vier Kinder es als Babies nicht mochten, in enge Kleidung gequetscht zu werden und ein Mordstheater veranstaltet haben.
Von diesem Overall bin ich immer noch nicht überzeugt, er sieht mir zu sehr nach Schlafanzug aus (was vielleicht an meinem Oma-Blick liegt). Als Schlafanzug erscheint er mir gerade wegen des Anzieh-Problems auch ungeeignet, vor allem, wenn man morgens das Kind aus dem Bett holt und mit übergelaufenen Windeln zu tun hat.

Nichtsdestotrotz: In dieser burda-Ausgabe sind schöne Modelle zum Nachnähen dabei.

Donnerstag, 15. Oktober 2015

Betrifft: Kinderoverall aus dem burdastyle - Novemberheft 2015

Im Großen und Ganzen gefällt mir das neue Heft recht gut, vor allem einige Jacken und Mäntel finde ich der Überlegung wert, genäht zu werden.
Weil in unserer Familie kürzlich ein Kind zur Welt gekommen ist, interessieren mich die Kindermodelle in diesem Heft besonders.
Bei dem Modell 133 - einem Overall - stutzte ich allerdings und ich sah vor meinen Augen nur noch Fragezeichen blinken.

Ich habe die Anleitung gescannt, weil ich es nicht verstehe! Auf der Burda-Webseite wird dieser Schnitt so beschrieben:
"Overall mit Kimonoärmeln und tiefem Schritt mit kleiner Schlitzöffnung für den Kopf im Rücken."
Aus der Anleitung entnehme ich, dass die Seitennähte und die innere Beinnaht zugenäht werden sollen. Der Kopf passt durch die Schlitzöffnung - aber was ist mit dem restlichen Kind?? Soll das durch einen Ärmel oder ein Hosenbein gequetscht werden? Oder durch die kleine Schlitzöffnung?
Zum Nähen des Schlitzes wird auf Modell 132 verwiesen, das ist ein T-Shirt.

Wen ich ehrlich sein soll - ich hab erst mal laut losgelacht. Oder bin ich tatsächlich zu blöd?

Freitag, 2. Oktober 2015

12 Tops-Challenge September

Diesmal habe ich einen Hemdblusenschnitt ausprobiert. Den Stoff - ein schöner Baumwoll-Mix mit Ausbrenner und Punkten - hatte ich schon länger liegen.

Hemdblusen kann ich immer gebrauchen, deshalb suchte ich nach einem passenden Schnitt, der nicht zu lang ist (weil ich klein bin) und nicht zu gerade und zu weit wie im Boyfriend-Stil.
Der Schnitt, den ich ausprobierte, ist dieser hier:

Die Brusttaschen ließ ich weg. Dazu nähte ich noch Ärmelbündchen an, weil die weiten Ärmelenden an meinen dünnen Unterarmen blöd aussahen.
Im Vertrauen auf meine Kenntnis von Burda-Schnitten machte ich meine üblichen Änderungen und schnitt den Stoff zu. Trotzdem wurde die Bluse zu eng. Ich sollte jedes Mal ein Musterstück nähen!! An den Seiten musste ich einen Keil einnähen, aber man sieht es kaum. Trotzdem fand ich es sehr ärgerlich! 
Außerdem passierte mir beim bügeln dies hier:


Das Bügelbrett hatte ich gerade frisch bezogen! Beim Vorwaschen ist nichts verfärbt, der Poly-Anteil im Stoff scheint doch recht hoch zu sein. Aufpassen werde ich müssen, wenn ich die Bluse mit anderen Sachen wasche!

Das Schnittmuster ist schon angepasst, also auf ein Neues!

Was die anderen Challenge-Teilnehmerinnen genäht haben seht Ihr hier bei Constance.

Mittwoch, 22. Juli 2015

MMM mit Lemming-Stoff





Nach langer Zeit habe ich mir wieder ein Kleid genäht. Der Grund dafür war dieser Stoff und die wunderschönen Tiramisu-Kleider von FrauFröbelina und Frau Crafteln.


Ursprünglich wollte ich auch ein Tiramisu-nähen, sah dann aber nach einer Nähprobe davon ab. Und wie Meike (Frau Crafteln) beschrieb, dieser Baumwoll-Jersey leiert! Außerdem ist er sehr schwer. Dazu kam er mir, nachdem ich ihn gekauft hatte, doch ziemlich aufdringlich vor.
So lag er dann längere Zeit in der Jersey-Kiste, bis dieser burda-Schnitt auftauchte:





Ich mag Zipfelkleider sehr gern!
Für dieses Kleid nahm ich die kurze Version dieses Burda-Schnittes (Modell 120), die jedoch für mich immer noch im Midi-Bereich liegt. Ich bin halt etwas klein geraten. Die Burda-Längen sind mir sowieso schleierhaft, weil die Taillenlänge für mich etwas zu kurz war – was sich aber dann mehr als relativierte: Der schwere Stoff zog das Kleid erheblich nach unten! So nähte ich im nachhinein noch ein Futter für das Oberteil, das bis zur Taille reicht. Das nähte ich an den Seitennähten teilweise mit der Hand fest, um die Overlock-Nähte nicht auftrennen zu müssen.
Die Hals- und Ärmelausschnitte versäuberte ich mit Belegen mit staystitch und topstitching  (… mir fallen die deutschen Ausdrücke dazu gerade nicht ein …), damit da nichts ausleiert.

Jersey zu nähen mag ich allerdings garnicht so gern, vor allem wenn er so extrem-elastisch ist. Im Stillen dankte ich dem Nähmaschinenhändler, dass er mir eine so teure Overlock angedreht hatte, so konnte ich die wenigen Schnittteile perfekt zusammen nähen.
In der Taille schlabbert es immer noch, durch die Quer-Elastik ist es da zu weit. Das muss ich noch ändern. Für den Rücken-Reißverschluss hätte ich besser einen unsichtbaren Reißverschluss genommen, denn trotz engem Stecken und Heften verzog sich der Stoff und passt nicht mehr so hundertprozentig übereinander. Bei der letzten Naht war der Stoff besonders schlaff und verzog sich auf einer Breite von 5 mm nach unten – und das trotz Obertransportfuß!



Mit dem Rockteil gab es keine Probleme, durch den eckigen Schnitt erübrigte sich eine Weiten-Anpassung und die Saum-Überarbeitung.
Auf den Fotos sieht man, wie der Wind weht und das Kleid bauscht. Bei Windstille hängt es ziemlich schlaff herunter, ein Pettycoat wäre hier angebracht.
Trotzdem mag ich dieses Kleid sehr, dieser Schnitt gefällt mir wirklich gut, deshalb möchte ich nochmal ein Kleid aus Webstoff danach nähen.
Die Fotos hat mein Sohn gemacht, der als Fotograf im Raum Köln und im Ruhrgebiet arbeitet und zu buchen ist. Schaut mal unter Spitzenfoto - David Jost nach. Da findet ihr sehr schöne Bildergeschichten.

Und hier geht's zum MMM!