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Mittwoch, 8. November 2017

Stoffdiät ! - Stoffdiät ??

Die Stoffdiät war bei mir nur teilweise erfolgreich, ich habe nur Stoff für solche Kleidungsstücke gekauft, die ich unbedingt brauchte, wie für den Strickcardigan , den ich letzte Woche zeigte.

Zum Nähen bin ich dieses Jahr eher selten gekommen, als Oma war ich stark eingespannt und werde es auch bis zum nächsten Sommer bleiben. Außerdem habe ich ja noch ein anderes Hobby, die Chorsingerei. Durch die Feierlichkeiten des Reformationsjubiläums war in dem Bereich mehr zu tun als sonst. Die Bach-Kantaten 79 und 100 lassen sich nicht so einfach lernen, das braucht Zeit und Übung - hat aber großen Spaß gemacht und wirklich gut geklappt.

Zudem schickte mir das Schicksal eine alte Dame, die ihre Kleidungs- und Bastelstoffe los werden wollte. Vor einem Jahr "beglückte" sie mich schon mit ein paar Metern Poly-Chiffon, diesmal war es eine große Tüte mit etlichen Gardinenmustern aus den 90er Jahren und wieder einigen Poly-Stoffen, dazu nicht in meinen Farben.
Ich konnte mal wieder nicht nein sagen, habe aber das Meiste doch entsorgt.


In den Sommerferien hatte ich dann ein paar Kapazitäten zum Nähen und habe diese Bluse fertig gestellt:

Vielleicht kommt Euch der Stoff bekannt vor, Frau Küstensocke hatte ihn auch im Vorrat, hier zu sehen.
Der Stoff ist so wild gemustert, dass man nichts von dem Schnitt sehen kann, es ist dieser hier:

burdastyle 2015-02-104

Den wollte ich unbedingt ausprobieren, weil ich eine Bluse nach dem Schnitt bei einer der Bielefelder Damen meine gesehen zu haben. Aber jetzt finde ich sie nicht wieder und kann die Seite nicht verlinken.

Zuerst habe ich ein Probeteil genäht und festgestellt, dass das Gerüsche doch etwas zu üppig für mich ist. Also habe ich es stellenweise eingehalten, wie man auf dem Foto an den Dreiecken sehen kann:



Im Gegensatz zum Gardinenstoff der Probe ist der Originalstoff ausgesprochen weich und hat überhaupt keinen Stand. Wahrscheinlich ist es eine Viscose oder leichte Baumwolle, er ist überhaupt nicht rutschig, ließ sich aber gut vernähen.
Bei Burda ist diese Bluse mit Kragen und Knopfleiste und Manschetten vorgesehen, aber ich wollte eine leichte Bluse ohne Knöpfe und Kragen. 
In meinem Lieblings-Nähladen wurde mir Jerseyband empfohlen, das so gefaltet ist wie Schrägband. Das ließ sich wunderbar verarbeiten.


Mir gefiel die Bluse anfangs nicht, weil man die schräge Rüsche nicht sieht, aber mein Mann war ganz begeistert. Diesen Schnitt möchte ich gern nochmal versuchen, diesmal mit einem Stoff mit mehr Stand.






Dienstag, 17. Januar 2017

Stoffdiät 2017 - ich bin dabei!

Oh wie bin ich froh, dass mal jemand das Thema in Angriff nimmt und einen Plan entwickelt hat!
Danke Küstensocke!
Vorgenommen habe ich mir ja schon, dieses Jahr keinen Stoff zu kaufen und meine Stoffberge abzubauen, aber selbst hätte ich es nicht geschafft, einen solch guten Plan zu entwickeln. - Ob ich mich daran halten werde und durchhalte, steht dann auf einem anderen Blatt ...

Eine Anregung in Küstensockes Blogbeitrag hat mir besonders gefallen:

Keine Gesamtinventur machen, sondern lieber häppchenweise vorgehen. 
Eine Inventur meines Stoffbestandes Anfang letzten Jahres hätte micht frustiert. Hätte ich erkannt, dass ich nahezu 340 m Stoff besitze, hätte mir das die Motivation gekillt. Im Sinne von "340 m, das schafft man nie und nimmer", ... 

Bestimmt besitze ich auch um die 340 m Stoff, aber ich will's garnicht wissen! Allein vom Gedanken daran wird mir übel, die Stoffberge liegen mir schwer im Magen.
Irgendwann habe ich mal versucht, einen Überblick über meine Stoffe zu bekommen und mir ein Heft zugelegt, in das ich Probeeckchen eingeklebt habe und wieviele Meter Stoff jeweils vorhanden sind:


Aber irgendwie hat's das nicht gebracht, ich stellte fest, dass ich ganz viele kurze Stoffstücke habe, aus denen ich nur mit Zuschneidetetris und Stoff-dazukaufen etwas machen kann.
Meine Tochter war so gnädig und hat mir einige Stücke abgenommen, um Kinderkleidung draus zu nähen.
Mal sehen, wie ich das Problem löse ...
Glücklicher Weise habe ich die Stoffe in Plastikkisten verwahrt, so ist im letzten Sommer, als mein Nähkeller durch den Starkregen unter Wasser stand, nichts passiert.
Die Kisten stehen überall, und meistens im Weg. Die riesengroße Restekiste steht unterm Nähtisch und muss unbedingt geleert werden:

Einige Baumwollstoffe habe ich inzwischen gewaschen und bereit gestellt. Für Sommerblusen reichen einige Stücke und vielleicht kann ich auch Stoffe kombinieren, so dass ich etwas größeres daraus nähen kann. Oder etwas für die Enkel nähen.  Oder ...
Ideen habe ich genug, ich muss nur anfangen.

Ich bin ja auch ein Schnittmuster-Junkie - so viele Schnitte sind noch ungenäht und viele werden sicher nie genäht werden. Deshalb möchte ich die Stoffdiät mit einer Schnittmuster-Diät verbinden und endlich mal meine schönsten Schnitte verwerten.

 

Schon länger überlege ich, ob es sich lohnt, Schnittmuster und Hefte bei *bay einzustellen.

So, dass sind meine Überlegungen, ich bin gespannt, welche anderen Berichte hier noch zu lesen sein werden!



Mittwoch, 25. Mai 2016

MMM tierischer Mottotag

Hier zeige ich Euch noch meinen Leo-Rock, den ich aus den Resten vom Kragen meiner Eve-Jacke genäht habe. Es ist ein einfacher, gerader Rock.
Zu mehr hat der Stoff nicht gereicht, das Muster muss für sich wirken.



Hier geht's weiter zum MMM

Mittwoch, 18. Juni 2014

MMM die zweite

Heute gehe ich so zur Chorprobe. Die Bluse habe ich vor längerer Zeit genäht, man kann sie auch hier sehen. Das Schnittmuster ist Burda Modemagazin 9/2008 No. 103
Das Foto ist - wie man sieht - mit dem Handy gemacht, daher ist die Qualität nicht so berauschend.


Meinem Mann gefällt diese Bluse am besten wegen der frischen Farben. Den hellen Baumwollstoff hatte ich mal als Unikat-Druck in einem DaWanda-Shop gekauft, der leider nicht mehr existiert. Der dunkle ist ein leichter Denim.
Die Bluse ist sehr bequem, ich trage sie gerne.

Hier seht Ihr, was die anderen MMMler gezaubert haben!

Mittwoch, 11. Juni 2014

Schnelle Sommerbluse

Das ist mein erster MMM - mit meiner neue Bluse, die ich heute abend zur Chorprobe anziehen will. Nach dem Fotoshooting habe ich sie sofort ausgezogen, es ist viel zu heiß!

 Der Schnitt ist aus der April-Burda dieses Jahres. Dort ist sie als Vintage-Bluse dargestellt. Meine sieht nicht so ganz "Vintage" aus, weil ich in meinem Eifer, Halsausschnitt-Belege einzunähen, den Kragen ganz vergessen habe. So wie sie ist, finde ich sie aber auch schön.


Außerdem änderte ich den Schnitt zu einer echten Wickelbluse. Als Stoff nahm ich zwei ziemlich feste Baumwoll-Reststücke. Die Stoffe haben gerade eben so gereicht. Sie waren schon lange in meinem Stofflager; beim durchwühlen fand ich sie eiträchtig nebeneinander und erkannte gleich, wie gut sie zueinander passen. Die Blümchen im sandfarbenen Stoff haben in der Mitte einen grünen Punkt, im Farbton des unteren Stoffes.
Die großen Kugelknöpfe fand ich auch noch in meiner Knopfkiste, ich weiß wirklich nicht mehr, von wem ich sie geerbt habe.

Im Rücken nähte ich noch den bei burda angegebenen Tunnel und zog ein breites Gummiband durch. Vorne wollte ich keine Taillenraffung haben, das kommt bei meiner Figur nicht so gut.


Die Ärmelbündchen fand ich ganz passend, weil ich den Ärmel gefaltet habe und nicht gerafft.


Auf dem Foto oben stehe ich vor meiner vom Sturm zerzausten Kletterrose - letzte Nacht hat ein Gewittersturm gewütet. Bei uns ist nicht viel passiert, nur ein paar Blumentöpfe sind umgefallen und die Gartenstühle auf den Rasen geflogen. Von der nahen Autobahn hörte ich die ganze Nacht das Tatütata der Polizei und der Feuerwehr.


Was die MMM-Mitstreiter gemacht haben, findet ihr hier.


Samstag, 7. Juni 2014

Pannesamt-Diskussion

Lucy in the Sky brachte das Pannesamt-Dilemma zur Sprache. Auch ich habe solche Polyester-Stücke in meinem Stofflager, dazu noch Nicky und eine Art glänzenden Poly-Cord, von dem ich nicht mal weiß, wie ich dazu gekommen bin.

 Hier die Scheußlichkeiten ... Polycord und smaragdgrüner Pannesamt

und hier die schönen Stoffe:

Den scheußlichsten kann ich nicht fotografieren, die Farbe kommt nicht so raus, wie ich das will:
Ein neon-oranger Pannesamt mit Goldglitter! Meine kleine Enkeltochter fand den Stoff sooo schön, da nähte ich für ihre Puppe eine Leggins. Prompt wollte sie auch eine für sich, die ich ihr dann auch nähte. Den Goldglitter fand ich noch Wochen später in der Nähmaschine - dieser Staub ließ sich kaum wegsaugen, ähnlich wie Styropor.

Dass dieses Polyester-Zeugs sich nicht gut auf der Haut anfühlt, ist wohl allgemeiner Konsens. Dass aber jeder Pannesamt und Nickystoff doof aussieht, bestreite ich! Gut - Nicky ist in den letzten Jahren nicht mein Favorit gewesen, aber er ist doch ziemlich kuschelig und weich. Zudem finde ich, dass er sich gut vernähen lässt. Immi hat mal einen wunderschönen königsblauen Nicky-Pulli genäht, der mich meine Nicky-Vorurteile überdenken ließ.

Den dunkelroten Pannesamt brauchte ich für den Besatz eines Kinderkleids:

Burda 2009-07-139

Für Kinder sind Sachen Nicky und Pannesamt ganz praktisch, man schmeißt es in die Waschmaschine, hängt es ein paar Minuten auf , fertig - wenn das Kind keine Probleme mit der Haut hat. Zur Taufe meiner jüngeren Enkeltochter nähte ich zum Kleid ein warmes weißes Nicky-Häubchen und einen Bolero, der sie im Oktober warm hielt:


Aus den schönen Stoffen auf dem Foto oben möchte ich mir etwas nähen. Auf dem Bild sieht man die Farbentöne nicht so genau (rot ist immerschwer zu fotografieren), aber sie passen gut zusammen.
Sobald die Hochzeit meines Sohnes im Juli vorbei ist, werde ich Zeit haben mir etwas auszudenken. Dann kann man ja schon mal an den kommenden Winter denken ...

Mittwoch, 4. Juni 2014

Frühlingsshirt und Bielefeld-Treffen-Nachlese

Wie singt doch die Christel von der Post so schön: "Nur nicht gleich, nicht auf der Stell, denn bei der Post geht's nicht so schnell..."
In meinem blog auch nicht, obwohl ich genug zu posten hätte, denn ich habe einiges genäht (obwohl ich seit dem Bielefeld-Treffen drei Mal stark erkältet war).

Mit der Bestellung des Nina-Cardigans im letzten Jahr ist als Goodie das Gail-Knit-Top von Style Arc mitgekommen. Der Schnitt sieht erst kompliziert aus, aber vor allem aus den Illustrationen erschließt sich die Machart. Ansonsten ist die Anleitung eher dürftig.


http://www.stylearc.com.au/stylearc/index.php?page=shop.product_details&flypage=flypage.tpl&product_id=571&category_id=8&option=com_virtuemart&Itemid=45


Die Näherei ging wunderbar schnell über die Bühne, dank Obertransport-Fuß an der Nähmaschine auch sauber und ordentlich. Die Schnittteile fügten sich gut zusammen.
Der Stoff ist ein nach beiden Seiten dehnbarer Viskose-Jersey, der sich wunderbar trägt. Bei der Anprobe war ich begeistert.

Die Begeisterung wurde dann arg gedämpft, als ich die Trage-Fotos sah. Die Falte über dem Busen ist nicht zu übersehen! Da muss ich am Schnitt noch etwas ändern (nur was? - Kann mir jemand helfen?). Das Foto lässt mich so unvorteilhaft aussehen ...

 

 Narzissen und die Tulipan, 
die ziehen sich viel schöner an,
Als Salomonis Seide
(aus "Geh aus mein Herzund suche Freud" von Paul Gerhardt)

Die Fotos, die schon Ende April gemacht wurden, sind auch nicht so schön. Mein Mann macht wunderbare Makro-Aufnahmen, nur wenn er mich fotografieren soll klappt es nicht so gut. Ich meine, es liegt daran, dass ich so steif herumstehe, alles wirkt so statisch. Wenn ich mich bewegen würde, dann kämen bessere Fotos heraus.
Das nächste Mal werde ich ihn dazu bewegen, die Fotos anders zu knipsen.







Allen, die das wunderbare Bielefeld-Treffen organisiert haben, danke ich ganz herzlich, es war so schön, gleichgesinnte Nähnerds zu treffen!

Ein paar Schnitte und Hefte hatte ich mitgenommen zum Tauschen, nach Hause kam ich mit Bergen von Stoff und sonstigem Zubehör aus dem Marc-Aurel Outlet und aus der Tauschbörse:

 Hier der Fang aus der Tauschbörse, die Wolle mit der Eisbär-Strickanleitung hat mir meine Tochter schon abgeschwatzt, sie liebt es,Tiere zu stricken. Highlights sind der dunkelrote Nickystoff (...ich...Nicky...niemals... lol) und das helle Kunstleder darüber.
Einen Basis-Shirt-Schnitt brauchte ich schon lange, und um einen Chanel-Jackenschnitt brauche ich mich jetzt auch nicht mehr zu kümmern. Blusen- und Rockschnitte sind immer willkommen.

Grün-lila-schwarz ist das grafische Muster der Seide vorne. Der dunkelblau-weiß gemusterte Stoff mag wohl eine Seiden-Baumwollmischung sein. Hinten rechts eine gepunkete Viskose, für die ich noch ein kleinteiliges Schnittmuster suchen muss. Der Rapport ist von breiten Bordüren durchbrochen (die ich hier weggefaltet habe), die mir nicht gefallen. Aber die wilden bunten Punkte gefielen mir so gut, dass mir die 9 Euro für 3 Meter Stoff nicht zuviel waren.
Links liegt noch ein Webstoff für eine Chanel-Jacke, rechts schwere Baumwolle in schwarz-grau-weiß und dazu passender schwarzer Stoff.


Am meisten reizen mich jetzt der dunkelrote Nickystoff und die gepunktete Viskose. Bis ich dazu komme, dauert es aber noch. Anfang Juli heiratet mein Sohn, dafür habe ich noch Kleider für mich, mein fünfjähriges Enkelkind und meine zweitälteste Tochter in Arbeit. Dazu später mehr.

Allen eine Schöne Zeit und gute Näherlebnisse und -ergebnisse!

Freitag, 28. März 2014

Winterschlaf und Frühjahrsmüdigkeit …



In den letzten Monaten war nicht viel von mir zu hören, aber richtig faul war ich trotzdem nicht!
Eine Menge Kleinkram war zu erledigen, z.B. die Verwertung von Blusen, die mir allesamt zu klein geworden sind. Weil ich Rollkragen und hochgeschlossene Kragen nicht mag, habe ich nur Pullover mit V- oder anderen halsfernen Ausschnitten. Im Winter ist es mir zu kalt, ein unbedecktes Dekolletée zu haben, und Schals mag ich auch nicht immer. So habe ich die Blusen kurzerhand zu Krageneinsätzen umfunktioniert.


 Nachdem ich die ersten beiden zugeschnitten hatte, ging mir auf, dass sie in der Größe schnell mal aus den Pullovern herausrutschen. Also verlängerte ich sie wieder um die abgeschnittenen Stücke, nur die Ärmel und die Seitenteile schnitt ich bis zur seitlichen Ärmelnaht weg.

So etwa:

 Jetzt kann ich die unteren Ränder in den Rock- oder Hosenbund stecken, so dass sie nicht so leicht verrutschen. Falls das nicht reicht, muss ich mir aber noch eine seitliche Befestigung überlegen.

Ein paar Hosen für meine Enkel liegen ständig auf meinem Nähtisch – manchmal glaube ich, dass die lieben Kleinen ihre Jeans extra einreißen, damit ich schöne Aufnäher draufmache.



 Mein dreijähriger Enkel erklärte seinem Kindergartenfreund, der auch ein Loch in der Hose hatte: "Die musst du der Ilse-Oma geben, die macht die Hose wieder schön."


In meinem Blogtitel habe ich vollmundig angekündigt, dass ich auch übers Stricken und Häkeln berichten will. Naja, gehäkelt habe ich in der letzten Zeit wenig, aber zu Stricken habe ich angefangen: Eine Stricktunika in dunkelblau nach eigenem Entwurf.


Das Dreieck am vorderen untern Saum soll sich vielfach und kleiner in der Passe wiederholen. Glücklicher Weise habe ich noch einige Strickmuster-Hefte aus den 70ern und 80ern, so dass ich mit den Dreiecken in der Passe keine Probleme haben werde.
Für Ärmel- und Halsausschnitte wende ich meine gewohnten und immer schon benutzten Abnahmen an, so kann auch ohne Strickanleitung ein passendes Teil entstehen.


Im Juli heiratet mein Jüngster, dafür will ich mir ein ärmelloses schwarzes Kleid mit Stickerei und ein Jäckchen aus pinker Dupionseide nähen. Die Stoffe sind sehr auffällig, da brauche ich Schnitte, die unauffällig meiner Figur schmeicheln. 


 Mit Kleidern stehe ich zur Zeit auf Kriegsfuß, da ich in den letzten Jahren ständig dicker geworden bin. Jetzt probiere ich Plusschnitte aus, stelle aber fest, dass ich die, nicht wie bei den upgrade-Normalschnitten gewohnt, ändern kann, sondern erst mal probieren muss, was ich wo ändere. Ein Probeteil ist also obligatorisch! Ich erhoffe mir von den Plus-Schnitten, dass sie in den Schultern und  am Busen besser sitzen.

http://www.burdastyle.de/burda-style/damen/etuikleid-figurbetont-kleider-tuniken_pid_744_10682.html



http://www.burdastyle.de/burda-style/damen/kostuem-jacke-rock-weste-kostueme_pid_177_5374.html

An meiner selbstgemachte Schneiderpuppe habe ich den Schnitt schon mal angepasst, leider ist sie ein paarmal umgekippt und deshalb etwas eingedötscht, ich hoffe, den Schnitt doch noch hinzubekommen. 

So, das wär's für heute!
Meine Jacke "Eve" von Schnittchen dot com berichte ich im nächsten Post.


Donnerstag, 31. Oktober 2013

Missing Link - Zwischenstand Ende Oktober

http://weproduceourcollection.blogspot.de/

Der Nina-Cardigan ist auch fertig! Ob es am Stoff lag oder am Schnitt - ich hatte zu kämpfen.
Der Stoff ist ein Wollstrick-Gespinst, das endlos dehnbar scheint und überhaupt keinen Stand hat.


Style Arc hat diesen Eine-Größe-Schnitt für das Nähen mit der Overlock konzipiert, also ist für die Nahtzugaben nur 5mm vorgesehen. Die habe ich beim Zuschnitt auf 1cm verbreitert.
Damit die Nähte nicht länger gezogen werden und wellen, habe ich bei meiner Babylock die kleinste Kräusel-Stufe eingestellt. So bekam ich schöne Nähte in den richtigen Maßen.
Als ich die Jacke dann zum ersten Mal anprobierte, stellte ich fest, dass ich meine spezifischen Änderungen nicht bedacht hatte! Weil keine Anhaltspunkte wie in Mehrgrößen-Schnitten vorhanden waren, hatte ich die Änderungen schlichtweg vergessen,  also war Trennen angesagt!
Die Armlöcher mussten ausgeschnitten und die Seiten unter den Achseln eingehalten werden, der Passform zuliebe. Die Vergrößerung durch das Ausschneiden wurde durch das Einhalten unter den Achseln aufgehoben, so dass die Ärmel ohne Änderung passten.


Dazu war die ganze Jacke viel zu lang, die Zipfel hingen bis über die Knie.
Also schnitt ich den unteren Besatz um 7cm kürzer. Als ich mich dann bei der nächsten Anprobe im Spiegel sah, traf mich fast der Schlag - über meinem ausladenden Hinterteil war der Cardi zu kurz und zu eng, der Stoff wurde breit gezogen, außerdem störte die Mittelnaht gewaltig!

Der untere Besatz hat im Original keine Seitennaht, dafür die hintere Mittelnaht. Das Stück Stoff, das ich noch übrig hatte, reichte nicht mehr für einen ganz neuen Besatz. Deshalb schnitt ich an den Seiten, an der Stelle, an der die Oberteile in ihrer Seitennaht aneinander stoßen, den Besatz ein, so dass ich eine Seitennaht anlegen konnte. Den hinteren Besatz schnitt ich neu zu, mit einem Bogen am unteren Saum und ohne Mittelnaht und nähte ihn ein. 
Gerettet! Es wäre zu schade um den teuren Stoff gewesen ...


Auf dem Foto sieht man, dass ich den unteren Besatz auch etwas eingehalten habe. Beim Nähen stellte ich dann fest, dass die Naht trotz Kräusel-Einstellung wellte und das Oberteil breit gezogen wurde. Also noch mal auftrennen und mit schmalem elastischen Band verstärken! (Ich habe vergessen, wie das Band heißt, das man auch zur Verstärkung von Schulternähten nimmt ...)

Die Säume wollte ich nicht mit der Overlock nähen. Damit auch sie nicht wellig wurden, habe ich sie zum Nähen mit Avalon-Streifen verstärkt. Avalon ist eine Stick-Auf- oder Unterlage, die das Verziehen des Stoffes verhindert und sich anschließend auswaschen lässt.


Zuerst war ich misstrauisch, aber es ließ sich wirklich problemlos auswaschen.
Zum Nähen nahm ich dann meinen Obertransporteur. Diese Investition in diesen sehr teuren Nähfuß hat sich gelohnt, ich habe ihn schon oft benutzt und schöne gleichmäßige Nähte bekommen.


Nach dem Waschen bekam ich den nächsten Schreck: Der Cardi war winzig klein geworden!
Aber er ließ sich doch noch  problemlos dehnen. Zum Trocknen zog ich ihn auf meine selbstgemachte und an meine Figur angepasste Schneiderpuppe, damit er wirklich passt:


Tragefotos gibt's später, ich bin noch nicht zum fotografieren gekommen.

Das nächste Teil hab ich auch schon in Angriff genommen: Der Trenchcoat ist zugeschnitten und Paspeln sind vorbreitet:


Hier seht Ihr, wie tapfer sich die anderen SWAP-Teilnehmerinnen geschlagen haben!

Donnerstag, 12. September 2013

Missing Link - Stoffauswahl

 

Wer die Wahl hat ...


Vier Stoffe für drei Kleidungsstücke? Ich konnte mich mal wieder nicht entscheiden ...

Der oberste ist ein fester Baumwollstoff, der auf der Oberseite etwas glänzt. Die Webart nennt man (glaube ich) Köperbindung. Daraus will ich mir den Hosenrock nähen.
Der naturweiße Stoff ist ein "Wollgespinst", hier online gekauft. Ursprünglich wollte ich den braunen auf der Seite von Florence; vorsichtshalber bestellte ich mir Stoffmuster. Zum Glück! Bei allen Mustern ist die Farbe wesentlich dunkler als auf den Fotos der Firma. Besonders krass ist das Foto von einem petrolfarbenen Mantelstoff (leider ausverkauft), der bei Tageslicht im Original fast schwarz ist!
Darunter liegt ein Goretex-Glencheck, aus dem ich mir schon längst einen Trenchcoat machen wollte. Der blaue Stoff ist ein elastischer Wolle-Mix und wie der naturweiße für den Nina Cardigan gedacht.

Apropos Nina-Cardigan, ich macht eine Entdeckung:


Nina-Cardigan von Style Arc

meine Nähmode Heft 3 2012

Der Nina Cardigan ist etwas länger gezogen und das Band, das um den Halsauschnitt geht, ist gerafft. Die Rüschen an den Ärmeln kann man auch weglassen. Den Nina Cardigan habe ich mir bestellt, aber wenig Hoffnung, dass er rechtzeitig kommt. Der Zoll lässt sich oft viel Zeit, einmal habe ich 9 Wochen auf Schnittmuster aus USA gewartet!

Inzwischen habe ich mich um den Trenchcoat-Schnitt gekümmert:

Es bleibt bei McCall's 5525, aber die Version mit dem Revers und den Klappen vorne und hinten. Weil der Goretex-Stoff so trist ist, lasse ich mir was einfallen.
Mich nervt kolossal, dass die Nahtzugaben in den amerikanischen Schnitten zwar inbegriffen, aber nicht eingezeichnet sind. Ich will sehen, wo die Nähte verlaufen, also muss ich die Nahtlinien selbst einzeichnen - wenn ich erraten habe, wieviel Nahtzugabe am jeweiligen Rand berechnet wurde!

Nun sag mal einer, ich sei nicht ordentlich:

Die ständige Suche nach meinen Linealen und anderen Zuschneide-Utensilien hat mich so genervt, dass ich mir eine Aufbewahrung am Zuschneidetisch gebastelt habe. Die Stange und das Töpfchen sind aus der Küchenabteilung von Ikea, der Stoffrest (auch von Ikea) lag schon sehr lange in meiner Stoffwühlkiste herum. Im Töpfchen liegen auch Maßband und Schneiderkreide bereit. Nicht gerade nach den Regeln der Couture genäht, aber es erfüllt seinen Zweck.