Mittwoch, 2. Oktober 2013

Die Krise


Heute gibt's bei mir noch keine Fotos aus dem Kiebitzkeller, denn jetzt hat's mich erwischt - die erste Krise in diesem Sewalong!
Der Hosenrock ist immer noch nicht fertig! Der Stoff ist Baumwolle mit nur 3% Elastan, benimmt sich aber als wäre er aus Vollgummi! Dreimal habe ich ihn schon aufgetrennt - ich kriege einfach keine Passform rein!
Die ganze Näherei gestaltete sich sowieso schwierig, meine Küchenrenovierung raubte mir viel Zeit und mein Garten schrie "befreie mich vom Unkraut, pflanze Zwiebeln und mach mich winterfest!" Jetzt hoffe ich auf einen ruhigeren Oktober.
Der Nina-Cardigan-Schnitt ist aus Australien angekommen und sieht nicht so schwierig aus, da hoffe ich, dass ich den schnell nähen kann.
Für den Mantel habe ich mich für einen anderen Trenchcoat-Schnitt entschieden, und zwar für den aus der burdastyle von September 2010, Modell 113. Der McCall's-Schnitt ist mit zu suspekt und den Burda-Schnitt habe ich schon fertig kopiert und angepasst in meinem Ordner liegen.


So, gleich geht's zur Chorprobe und morgen zum Stoffmarkt nach Oberhausen. Darauf freue ich mich schon!

Die anderen "Missing Link"-Suchenden haben schon schöne Sachen fertiggestellt, schaut mal hier nach:


Donnerstag, 12. September 2013

Missing Link - Stoffauswahl

 

Wer die Wahl hat ...


Vier Stoffe für drei Kleidungsstücke? Ich konnte mich mal wieder nicht entscheiden ...

Der oberste ist ein fester Baumwollstoff, der auf der Oberseite etwas glänzt. Die Webart nennt man (glaube ich) Köperbindung. Daraus will ich mir den Hosenrock nähen.
Der naturweiße Stoff ist ein "Wollgespinst", hier online gekauft. Ursprünglich wollte ich den braunen auf der Seite von Florence; vorsichtshalber bestellte ich mir Stoffmuster. Zum Glück! Bei allen Mustern ist die Farbe wesentlich dunkler als auf den Fotos der Firma. Besonders krass ist das Foto von einem petrolfarbenen Mantelstoff (leider ausverkauft), der bei Tageslicht im Original fast schwarz ist!
Darunter liegt ein Goretex-Glencheck, aus dem ich mir schon längst einen Trenchcoat machen wollte. Der blaue Stoff ist ein elastischer Wolle-Mix und wie der naturweiße für den Nina Cardigan gedacht.

Apropos Nina-Cardigan, ich macht eine Entdeckung:


Nina-Cardigan von Style Arc

meine Nähmode Heft 3 2012

Der Nina Cardigan ist etwas länger gezogen und das Band, das um den Halsauschnitt geht, ist gerafft. Die Rüschen an den Ärmeln kann man auch weglassen. Den Nina Cardigan habe ich mir bestellt, aber wenig Hoffnung, dass er rechtzeitig kommt. Der Zoll lässt sich oft viel Zeit, einmal habe ich 9 Wochen auf Schnittmuster aus USA gewartet!

Inzwischen habe ich mich um den Trenchcoat-Schnitt gekümmert:

Es bleibt bei McCall's 5525, aber die Version mit dem Revers und den Klappen vorne und hinten. Weil der Goretex-Stoff so trist ist, lasse ich mir was einfallen.
Mich nervt kolossal, dass die Nahtzugaben in den amerikanischen Schnitten zwar inbegriffen, aber nicht eingezeichnet sind. Ich will sehen, wo die Nähte verlaufen, also muss ich die Nahtlinien selbst einzeichnen - wenn ich erraten habe, wieviel Nahtzugabe am jeweiligen Rand berechnet wurde!

Nun sag mal einer, ich sei nicht ordentlich:

Die ständige Suche nach meinen Linealen und anderen Zuschneide-Utensilien hat mich so genervt, dass ich mir eine Aufbewahrung am Zuschneidetisch gebastelt habe. Die Stange und das Töpfchen sind aus der Küchenabteilung von Ikea, der Stoffrest (auch von Ikea) lag schon sehr lange in meiner Stoffwühlkiste herum. Im Töpfchen liegen auch Maßband und Schneiderkreide bereit. Nicht gerade nach den Regeln der Couture genäht, aber es erfüllt seinen Zweck.





Sonntag, 1. September 2013

Missing Link

 
Schon länger fragte ich mich: Ob es diesen Winter wieder ein SWAP gibt? Und siehe da, Rong, Mema und Immi starten eine neue Runde mit neuen Zielen, die Suche nach dem "Missing Link", dem Kleidungsstück, das als Bindeglied zu vorhandenen Sachen noch fehlt.
Das ist eine gute Idee, ich bin dabei! Drei Teile in drei Monaten? Das müsste zu schaffen sein - wenn nichts dazwischen kommt (wie Unlust z.B.)

Hier kann man sich registrieren und mehr Informationen bekommen

Meine Kleiderschrank-Inspektion ergab:
Sehr viele Teile in Blau- und Grüntönen und etwas weniger Teile in Braun-Beige.
Grau ist auch reichlich vorhanden ...
Einige bunte Teile, die in keine der Kategorien fallen, gibt's auch noch.


 
 oben einige Oberteile aus der blau-grün Kollektion
unten aus der braun-taupe-oliv Serie



Alle Missing Link-Teile sollten für meinen Bedarf uni sein, um zu meine bunten Kleidungsstücke zu passen. Welche Farbe darf's sein?

- Beige: würde zwar gut alle Teile farblich verbinden, ist aber eine scheußlich nichtssagende Farbe.
- Schwarz:verbindet meine bunten Teile, ist auch schon reichlich vorhanden, passt aber nicht zu dunkelblau oder dunkelbraun.
- Dunkelblau: schließt Braunes aus
- Braun: schließt Blaues aus
- Rot: Hab ich schon, hier zu sehen, ist auch eher ein Einzelstück.
- Dunkelgrün: hmm, davon habe ich noch einige Meter Stoff ... weicht aber farblich zu weit von meinen vorhandenen Farben ab, passt nicht wirklich als Bindeglied.

Beide Farb-Kollektionen können gut allein für sich stehen, deshalb ist die Farben zusammen zu bringen im Moment nicht so wichtig. Außerdem gibt es in der blau-grün-Serie viele Blusen und Shirts, aber wenig zum drüberziehen, im Gegensatz zur Erdfarben-Serie.
Eine meiner Jacken ist auf beiden Fotos zu sehen, im oberen Foto ganz rechts und darunter in der Mitte. Mal sehen, vielleicht finde ich passenden Stoff in den Farben taupe und (petrol-türkis-) grün. Weiß kann ich mir nicht so gut vorstellen. Farblich gesehen bin ich ein Sommer-Typ.

Was ich unbedingt brauche, ist eine längere Jacke oder einen Kurzmantel, da ich viele längere  Oberteile habe.  Ein passender Rock wäre auch nicht schlecht ... und einen Cardigan, den ich zu meinen kurzärmeligen Oberteilen tragen kann, wenn's mal nicht so warm ist.
Da sind ja meine drei Kleidungsstücke! Die Jacken sollen für die kälteren Tage sein, der Rock für alle Jahreszeiten.

Jetzt kommt die nächste Frage: Welche Schnitte will ich verwenden?

Längere Jacke oder Kurzmantel:

Mantel mit Kimono-Ärmeln
Edel und sehr weiblich, für glatte Stoffe geeignet, aber auch warm genug?



Weich und warm, schöner Schnitt. Die zu langen Ärmel kann man kürzen.



Hier Version A, doppelreihig, auch länger anzufertigen. Im Blog "Handmade by Carolyn" ist eine sehr schöne Version B zu sehen. Im Winter sind mir lange Ärmel lieber.


Rock:

Vogue 1170 den habe ich schon länger geplant.
Burda hat in älteren Heften ein ähnliches Schnittmuster gebracht:
Burda 2008-12 Modell 118

Mema hat neulich einen Hosenrock gezeigt, der mir ausgesprochen gut gefällt! In den 90er Jahren hatte ich einen dunkelblauen, dazu trug ich eine weiße Bluse mit Riesenkragen, beides in Größe 36 -
ach ja, die alten Zeiten!

Mein Hosenrock hatte diesen Schnitt:


Weil ich aber nicht mehr Größe 36 habe, sind Bundfalten wohl fehl am Platz (ich mag sie sowieso nicht mehr!). Dieser Schnitt scheint recht schön zu sein:

Burda Moden 2001 Heft 6 Modell 107
Leider habe ich von dieser Zeitschrift nur das Arbeitsheft und deshalb kein Foto, auf ein Probestück kann ich also nicht verzichten.


Cardigan


Der Nina-Cardigan von Style Arc gefällt mir gut, blöd wäre nur, wenn die Zipfel unter dem Kurzmantel hervorgucken.

Bei der Suche nach dem Nina-Cardigan stieß ich auf dieses hier:

Auf die Idee, ein Vorderteil mit Haken und Öse am Halsaushnitt zu verschließen, bin ich noch garnicht gekommen. Ähnliche Schnittmuster gibt's in vielen Nähzeitschriften, da brauche ich dieses nicht unbedingt zu bestellen.

 Der Karen-Cardigan von burdastyle(dot)com gefällt mir auch gut.

Die Frage der Stoffauswahl, was Farbe und Stoffqualität anbelangt, kommt als nächstes. Zuerst muss ich mal meinen Stoffvorrat sichten. Wie ich mich kenne, werde ich wahrscheinlich doch neuen Stoff kaufen.
Bis dann!

Freitag, 16. August 2013

Die letzte Sommerbluse für dieses Jahr



In meinem Stofflager schlummerte noch dieser schöne blau-grün gemusterte Stoff, den ich schnell mal verarbeitet habe. Das Schnittmuster ist das allseits beliebte Modell 128 aus der September-Burda 2011:
Den Schnitt wollte ich schon lange ausprobieren, er funktionierte auch wirklich gut. Für die Näherei brauchte ich nur ein paar Stunden, auf zwei Nachmittage verteilt. Sonst bin ich recht langsam beim Nähen, aber diesmal ging es wirklich fix!
Zuerst hatte ich Bedenken wegen der Passform besonders am Ausschnitt, aber der Schnitt ist gut konstruiert und die Falten liegen sehr schön am Hals.
Der Stoff ist zwar nur Viskose, aber er trägt sich gut und ist schnell gewaschen und bügelfrei getrocknet. Ich trage solche Sachen nur einen Tag, dann fliegen sie in die Wäsche. Bügeln ist nicht gerade meine Lieblingsbeschäftigung, deshalb liegen meine Sachen dann etwas länger im Bügelkorb ...
Die Fotos sind auch nur mal schnell mit der Handy-Kamera gemacht, bitte entschuldigt die schlechte Qualität!


Samstag, 3. August 2013

Nähen für mein zweites Hobby

Singen in verschiedenen Chören ist mein zweites Hobby. Mein Liebster und ich sind in drei verschiedenen Chören und nehmen noch Gesangsunterricht.
Im letzten Jahr führten wir zur Weihnachtszeit das Oratorium "Der Messias" von Händel auf. Dazu war ein besonderes Outfit notwendig: Unten herum lang und schwarz, oben herum schwarz mit roten Akzenten bei den Damen, bei den Herren ein schwarzes Hemd mit rotem Schlips zum schwarzen Anzug.
Glücklicher Weise bekamen wir die Information schon im Sommer, so dass ich genug Zeit gehabt hätte, mir etwas zu nähen.



Die Auflage, Rot nur obenherum zu tragen, habe ich etwas umgangen, denn diese niedlichen roten Stiefelchen in meiner Größe (36!) standen bei einem Stadtbummel plötzlich vor mir und riefen "nimm uns mit"!
Das rote Oberteil ist auch gekauft - die Schneiderei der Jacke hat soviel Zeit in Anspruch genommen, dass ich nicht mehr dazu kam, mir etwas zu nähen. Es ist nur ein einfaches rotes T-Shirt; wenn ich mir was genäht hätte, hätte ich mir was anderes ausgesucht vielleicht dies hier, über einem schwarzen Shirt:

Modell 130 aus der Juni-Burda 2002

Der schwarze Stoff ist ein Wolle-Gemisch, das Stand hat und sich gut verarbeiten ließ.
 
Der Rock war das einfachste Teil des Outfits, nach diesem Schnittmuster genäht:

Modell 133 aus der September-burdastyle 2009

Die Godets setzte ich etwas tiefer an, weil ich leicht durchscheinenden Spitzenstoff dafür nehmen wollte. Meine 60jährigen Beine sind im oberen Bereich nicht mehr so schön, dass ich sie hätte zeigen wollen.

Die Fotos sind erst in diesem Frühjahr entstanden, vorher bin ich garnicht dazu gekommen, welche zu machen. An diesem Tag war es so warm, dass ich keine Strümpfe drunter trug - zur Aufführung im Dezember trug ich natürlich blickdichte schwarze Srumpfhosen!

Für die Jacke hatte ich mir dieses Schnittmuster ausgesucht:




Das war das schwierigste Stück Arbeit, das gut gelingen und deshalb mit aller Gründlichkeit getan werden sollte.
Zuerst war ich irritiert, weil die Schnittbögen so anders aussehen als die gewohnten Burda-Schnitte. Mit den Dreiecken und Kreisen musste ich mich erst mal vertraut machen. Als mir dämmerte, dass alle Teile mit Nahtzugabe aufgedruckt waren, begriff ich den Schnitt leichter. 
Zuerst kopierte ich ihn, so wie er war, mit mittelschwerer Malerfolie (aus dem Baumarkt) und dünnen wasserfesten Stiften (für CD-Beschriftungen). 
Dabei berücksichtigte ich meine Standard-Änderungen: Größe 42 im Oberteil, ab ca. 4 cm unter der Achsel sanft zu Größe 44 wechseln; 5 cm kürzen am rechten Ärmel, 10 cm am linken.
Um mit der ungewohnten Nahtzugabe von 1/2 Zoll (1,3 cm) klar zu kommen, zeichnete ich mir die Schnittlinie in die Schnittmuster-Teile ein und erstellte mir noch einen Schnitt ohne Nahtzugabe.
Dann schnitt ich mir einen Probemantel aus alter Bettwäsche zu.
Zum Zuschneiden steckte ich erst die Teile ohne Nahtzugabe auf den Stoff, dann die mit Nahtzugabe darüber. Jetzt war das Ausschneiden kein Problem mehr.
Als ich die obere Schicht des Schnittes abnahm, konnte ich ohne Schwierigkeiten die Nahtlinie nachzeichnen. 
Auf dem Originalstoff markierte ich die Linie mit Heftfäden!
Aber zuerst war das Zusammensetzen angesagt: Ich musste erst rumprobieren, um genau herauszufinden, wie die Ärmel an das Vorder- und Rückenteil zu nähen sind. Prompt nähte ich bei dem Muslin die falschen Nähte zusammen, aber dann klappte die Näherei gut und - oh Wunder - das Teil passte auf Anhieb!



Beim Zuschneiden des Originalstoffes fiel mir auf, das dieser doch leicht ausfranst. Also bügelte ich an die spitzen Innen- und Außen-Ecken sofort Vlieselinestücke, damit beim Hantieren mit den Teilen nichts passiert.
Vlieseline bügelte ich später sowieso noch dahinter, damit die Jacke guten Stand bekam.
Zu dieser Zeit war ich geradestolze Besitzerin einer neuen Babylock, die unbedingt zum Einsatz kommen sollte. Beinahe hätte ich bei der Aktion die Teile mit den spitzen Innen-Ecken verdorben, denn das Messer der Overlock schneidet schon ein Stück bevor die Naht anfängt! Glücklicher Weise fiel mir das sofort auf und ich konnte vorher stoppen. Die Ecken waren ja auch mit Vlieseline gesichert, da konte nicht so viel passieren, wenn sie zunächst noch unversäubert blieben.
Dann wurde alles nach und nach mit Reihgarn geheftet.
Die spitzen Ecken zu nähen war eine große Herausforderung, Drehungen mussten beachtet und Einschnitte an der richtigen Stelle gemacht werden.
Irgendetwas ist dann doch noch im hinteren Kragen-Bereich schief gegangen, beim Muslin passte der Kragen tadellos (was mich selbst erstaunt hat), aber beim Originalstoff-Zuschnitt ist er zu kurz geworden! Es waren nur Millimeter, aber es frustierte mich ziemlich: Die Rückennaht musste oben verengt werden, also auftrennen, neu heften, anpassen, auftrennen, nochmal anpassen und endlich nähen. Glücklicher Weise habe ich es ohne Beule hinbekommen.
Die Raglan-Ärmelnaht auf der Schulter passte auch nicht so ganz. Obwohl ich Schulterpolster einarbeitete, musste ich etwas abschneiden, um sie weniger steil zu machen. Vielleicht hatten die Frauen im Jahr 1935 geradere Schultern als heute ...
Die blödeste Arbeit war dann, die Heftfäden zu entfernen, von denen ich einige Kilometer gebraucht hatte.
Das Futter war dann einfach zu nähen, da wusste ich schon, wie es ging und hatte auch die Nahtzugabe gut im Griff. 
An den Ärmeln nähte ich das Futter am Handgelenk mit der Maschine an, die Nähte am Futterärmel zum Körperfutter nähte ich mit der Hand. Das scheint mir der sinnvollste Weg zu sein.
Die Abnäher in der Taille und am Rücken habe ich weggelassen, die leichte Kurve der Schnittteile im Taillenbereich reicht für meine Figur aus.


Alles in allem bin ich mit dem Vogue-Schnitt sehr zufrieden, die Passform ist hervorragend!

Freitag, 2. August 2013

Sommerbluse


 In der "Nähkiste by Anette" in Bottrop fand ich vorletztes Jahr diesen wunderschönen Chiffon. Ich kaufte ihn und legte ihn erstmal beiseite, der Sommer war fast vorbei und ich hatte noch anderes zu tun. In diesem Frühjahr, als ich mal wieder mein Stofflager inspizierte, fiel er mir wieder in die Hände. Diesmal wusste ich gleich, was ich daraus machen wollte, nämlich dieses Top:




Schon als das Burda-Heft herauskam gefiel mir das Top sooo gut! Immi nähte es dann auch mal aus wunderschönem Schmetterlings-Chiffon (hier zu sehen).

Das Top erwies sich alles andere als problemlos: Obwohl ich ziemlich klein bin (1,57m) habe ich doch einen langen Oberkörper. Das Top wurde viel zu kurz! 
Glücklicher Weise hatte ich noch genug Stoff, um das Vorderteil neu zuzuschneiden. Für das Rückenteil reichte der Stoff nicht mehr; aus den Resten konnte ich nur noch eine Rüsche schneiden, die ich hinten annähte:


Bei diesem Bild habe ich etwas gepfuscht; der Zaun in meinem Garten sah auf dem Original-Foto so grell rot aus, dass der schöne Stoff überstrahlt wurde. Also habe ich mich kurzerhand in den Wald gestellt - Gimp sei Dank.

Schon einmal ist mir eine Bluse zu kurz geraten, und zwar diese hier: Die Alexander-Bluse von burdastyle.com


Sie rutscht hinten herunter und vorne hoch. Wenn ich sie trage, zupfe ich ständig dran rum. Bei der Wäsche scheint sie auch etwas eingegangen zu sein, obwohl ich den Batist vorher gewaschen hatte. Leider habe ich keinen Stoff mehr übrig und noch keine Idee, wie ich die Bluse retten könnte.




Dienstag, 30. Juli 2013

Nie wieder Chiffon!

... das sage ich mir jedesmal und nähe trotzdem immer wieder damit - Chiffon ist einfach zu schön!
    Schon im Juni habe ich dieses hier genäht:



  Vogue 8504

so sollte es aussehen...
 ich stelle gerade fest, meine Tunika ist seitenverkehrt, macht aber nix!


Der Schnitt hatte allerdings einige Schwächen (abgesehen von meiner schlechten Nähleistung). Amerikanische Schnitte schneide ich meistens in Größe 18 zu, das entspricht meiner Größe 44. Also bestellte ich Größe 16-24. Als ich den Schnitt ausbreitete, kam er mir schon sehr breit vor, auch noch, als ich ihn ohne Nahtzugabe kopierte. Ich versuchte es dann mit Größe 16 und verkleinerte  ihn um 5 cm in der Länge und Breite. Weil ich so klein bin, muss ich alle Teile mindestens 5 cm kürzen, Hosenbeine manchmal sogar 10 cm.
Den Ausschnitt veränderte ich nicht, er ist ziemlich weit geworden.
Da der Stoff sehr durchsichtig ist, verzichtete ich auf die Ausschnitt-Verblendung und nähte die Kanten nur um. Das bekam dem asymmetrischen Teil garnicht: Die Spitze an der tiefsten Stelle des Ausschnitts wurde eher rund!
Also nähte ich ein schmales Band, fasste die runde Ecke etwas ein und nähte eine Schleife drauf:


Hier sieht man gleich noch ein Manko des Schnittes: Die Ärmelnaht!
Nur wenn man die Arme mindestens 45° abgewinkelt hat, ist die Naht bei diesen angeschittenen Ärmeln faltenfrei. Dieser dünne, locker gewebte Stoff hängt auch noch durch, wie man auf der Rückseite sehen kann:


Damit mir der Ausschnitt nicht über die Schultern rutscht, werde ich wohl Träger-Clipse einnähen müssen.
Trotz Allem: Ich trage das Teil gerne.

Wenn ich mir die Bilder anschaue ... es wird Zeit, mich mit dem Hosen-Nähen vertraut zu machen!