Dienstag, 3. Februar 2015

12 Tops Challenge Spätzünder

Hoffentlich ist es noch nicht zu spät für meine Januar-Bluse.
Nach dem anstrengenden Herbstjacken-Sewalong stand mir der Sinn nach etwas Einfachem, das Freude macht und schnell fertig ist. Eine Oberteil-Schwäche habe ich nicht wirklich, ich nähe sogar gern vor allem Blusen. Mit Shirts tue ich mich schwer, Jersey nähen ist nicht meine Lieblingsbeschäftigung. Aber dafür ist diese Challenge - also Herausforderung - ja da. In den nächsten Monaten habe ich ja Gelegenheit zu üben, mit Jersey zu nähen.
Hier also meine neue Bluse:


Den Stoff hatte ich schon lange; irgendwann habe ich diesen Viscose-Rest erstanden. Er reichte prima für diese Bluse, die auf meiner to-do-Liste gelandet ist:

burda 2014-05-131

Mit den für mich üblichen Änderungen klappte das Nähen superschnell. Morgen werde ich sie zur Chorprobe anziehen, allerdings mit einer Strickjacke drüber.

Hier findet Ihr die weiteren Teilnehmerinnen dieser Challenge, die Constance von Santa Lucia Patterns dankenswerter Weise ins Leben gerufen hat.

Sonntag, 4. Januar 2015

Herbst-Jacken Sew-Along Finale der Herzen

Endlich kann ich auch detailliertere Fotos zeigen! Es war 'ne Menge Arbeit an dem Teil und einiges ist auch noch zu verbessern (z.B. Ärmelverlängerung und -verschmälerung durch eine Manschette), aber es hat sich gelohnt!
Hier ist das gute Stück im Ganzen. Stefanie von Mirabells schöne Dinge gab mir den Tip, dass man die verdeckte Knopfleiste mit anderem Stoff verzieren kann - das habe ich auch gleich mit Futterstoff umgesetzt. Dankeschön, Stefanie! Anderer Stoff hätte sicher auf der anderen Innenseite der Knopfleiste gut ausgesehen, aber ich habe so sehr mit der Installation gekämpft, dass ich die einfachere Version gewählt habe.


Nichts hält länger als ein gutes Provisorium: Weil ich die Jacke zum zweiten Termin fertig haben wollte, aber im Weihnachtstrubel die Knöpfe nicht fand, nahm ich erstmal schwarze Kamsnaps. Inzwischen sind die Knöpfe wieder aufgetaucht (sie waren ganz ordentlich da, wo sie hingehörten!).
Den Plan, Knopflöcher zu nähen, habe ich nach einigen Versuchen an Reststücken aufgegeben. Die Stoff-Oberseite ließ sich mit dem Knopflochfüßchen nicht bewegen, nur mit dem Obertransportfuß.

 Jetzt müssen sie noch installiert werden. So sieht der Mantel von hinten aus:
Die Schulterklappe habe ich angenäht, weil mir dieser Stoff so Wind-undurchlässig erscheint und ich eine Belüftung haben wollte. Unten drunter sieh es so aus:
Unter der Klappe befindet sich ein Stück unelastischer Baumwolljersey von einem alten T-Shirt. Auf den Fotos oben und unten sieht man auch den "Schwalbenschwanz".
In der Taille sah Burda ein Durchzugsband vor, das ersetzte ich durch ein breites Gummiband, das ich in den Wiener Nähten des Vorderteils festmachte. Die großen Blasebalgtaschen ersparte ich mir auch, stattdessen sind Eingrifftaschen aus verstärktem Futterstoff in den vorderen Seitennähten.
Die Kapuze ist riesig, obwohl ich sie verkleinert habe. Sie dient eigentlich nur zur Zierde am Rücken, wo sie die Schulterklappe verdeckt.
Die Farbe des Stoffes ist eigenartig, je nach Wetterlage und Lichtverhältnissen sieht sie anders aus!
Die Jacke werde ich hauptsächlich bei feuchtem Wetter anziehen, bei trockener Kälte ist mir meine "Eve" lieber.
Unerwartet viel Lob habe ich auch bekommen - allen ein dickes Dankeschön dafür, jetzt trage ich die Jacke noch lieber!

Hier geht's zum Finale der Herzen, das Chrissy für uns Nachzügler noch eingerichtet hat.
Dankeschön, liebe Chrissy!


Mittwoch, 17. Dezember 2014

MMM und mein HJSA-Finale

Ich bin fertig! Schon letzte Woche hatte ich meinen Herbst-Parka bei einem Besuch in Bremen an. Leider bin ich noch nicht dazu gekommen, gute Fotos zu machen, die werden noch nachgeliefert.

Den Parka trage ich in den letzten Tagen dauernd, so auch heute. Bei dem regnerischen Wetter ist er ideal, auch wenn er mir garnicht mehr so gut gefällt. Die Farbe ist bei Tageslicht ganz anders als bei dem Kunstlicht in meinem Nähkeller - eher gelblich grau wie Altmessing, nicht so braun. Die Ärmel habe ich zu kurz und zu weit genäht, da werde ich noch eine Manschette dranmachen müssen.
Die Oberfläche des Steppstoffs fühlt sich ziemlich gummiartig an, ist aber wasserdicht.
Aber der Schnitt mit dem Schwalbenschwanz gefällt mir sehr gut. Die vier Schwierigkeitspunkte im Burda-Heft sind berechtigt, die verdeckte Knopfleiste und der Rückenschlitz mit Schwalbenschwanz haben es in sich.
Alles in Allem eine alltagstaugliche Herbstjacke.
Weitere Links zum MMM gibt es hier.

Samstag, 15. November 2014

Endspurt ?? Eher Halbzeit!

Von Endspurt kann man bei meiner Herbst-Jacke nicht reden, es gibt noch viel zu tun.
Hier ist der aktuelle Stand:
Die Basis-Jackenteile und -Futter sind zusammengenäht.


Irgendwie erscheint mir die Schulterbreite immer noch nicht richtig. Vielleicht ändert sich das, wenn die Ärmel eingesetzt sind. Wenn nicht, wird geändert ...
Im Original sind Blasebalgtaschen an der Jacke, das erschien mir zu dick aufgetragen, die Wiener Nähte eignen sich für Nahttaschen hervorragend.
Das Futter ist leider etwas durchscheinend, da geht durch den dunklen Oberstoff die Brillianz etwas verloren.


Die Kapuze wartet auch noch auf ihre Vollendung. Der Besatz für das Durchzugsband, das ich bis zu den Ecken vergrößert habe, ist aus dickem dunklen Taft zugeschnitten; wenn das Futter darüber liegt, sieht man es nicht mehr. Der Steppstoff ist zu dick für solche Belege.

Als nächstes werde ich ausprobieren, wie ich die verdeckte Knopfleiste am sinnvollsten einbaue, das wird noch 'ne ziemliche Bastelei weil ich die burda-Anleitung einfach nicht verstehe.
Eine gute Hilfe ist mir allerdings der Craftsy online-Kurs "The Carefree Fly-Front Coat" mit Kenneth D. King. Darin sind viele Tips und Tricks zum Jacken- bzw. Mantel-nähen. Einiges, das da gezeigt wird, habe ich auch schon (immer) so gemacht, so dass ich mich in meiner Näherei bestätigt fühle.

Diesmal bin ich ziemlich spät dran, mich zu den anderen Herbstjacken-Näherinnen zu gesellen.


Sonntag, 26. Oktober 2014

Herbst-Jacken Sew-Along - Zwischenstand

Die Schnittanpassung ist umfangreicher, als ich dachte, an den Schultern passt das Probestück immer noch nicht, trotz Größe 40!
Der Parka sollte so weit sein, dass dicke Pullover drunter passen, aber das ist doch extrem viel! 
Um ein Schulterpolster werde ich nicht herum kommen, meine Schultern sind sehr schmal und fallend.
Also wird erneut angepasst:

Wie ich die Ärmel anpasse, muss ich noch herausfinden. Ich werde den Armloch-Umfang ausmessen und mit den Maßen des Ärmels in verschiedenen Größen vergleichen. Dabei muss ich beachten, dass der Ärmel an der Schulter leicht gerafft wird.

Auf einem Blog (leider weiß ich nicht mehr welchem) fand ich einen Hinweis auf Nancy Zieman's Anpassungsmethode. Auf ihrem Blog fand ich dann eine Übersicht und ein Video, das diese Methode ansatzweise erklärt: February Q & A—Choosing the Right Sewing Pattern Size
Danach ist das Maß oberhalb der Brust, von Schulter zu Schulter für Oberteile maßgebend. Bei mir wäre das die Größe 38, die ich auch jahrzehntelang trug, bis ich "in die Jahre kam" und dicker wurde.
Alle Schnitte werden nach diesem Prinzip von dem Maß aus durch drehen und verschieben angepasst.
Wenn ich mir meine Anpassungsprobleme so anschaue, erscheint mir das logisch. Im oberen Brustbereich habe ich kein Fett angesetzt; meine Schlüsselbeine sind nach wie vor zu sehen, deshalb klaffen an der Stelle immer die Ausschnitte.
Natürlich will Nancy Zieman ihr Buch Pattern Fitting with Confidence verkaufen. Bei amazon.de gibt es eine nur eine Drei-Sterne-Bewertung, bei den Amerikanern einen Bewertungsdurchschnitt von 4 1/2 Sternen - lohnt es sich also knapp 20 Euro für das Buch auszugeben? Der "Blick ins Buch" scheint die deutsche Bewerung zu bestätigen.

Gerade habe ich mir angeschaut, was die anderen Teilnehmer bisher geschafft haben und wurde ein wenig neidisch, denn einige haben schon die zweite Herbstjacke in Arbeit! Respekt!
Eine Blick auf die Linkliste zum HJSA gibt es hier bei Chrissy.


Montag, 13. Oktober 2014

Herbst-Jacken Sew-Along Teil II

 

Schnitt- und Stoffwahl waren diesmal für mich kein Problem mehr:

Der Burda-Schnitt 129-092012 soll es sein, der Stoff ein gut abgelagerter Steppstoff mit Taft-Futter.
An dem Steppstoff gefällt mir die Farbe (bronzebraun) und das Paisley-Steppmuster. Nur dieser Glanz ... keine Ahnung, warum ich den gekauft habe! So dunkel erinnere ich mich, dass ich roten Steppstoff für eine Weste haben wollte, aber keinen fand. Stattdessen lagen da dieser bronzebraune und daneben dieser Taft, der auf dem Handyfoto leider nicht so gut herauskommt.
Die Farbkombination begeistert mich immer noch, so dass ich diese Jacke jetzt daraus nähe. Basta!
Der Stoff ist synthetisch, für mich aber kein Manko, denn die Jacke soll wettertauglich sein.
In meiner schönen Eve-Jacke aus Wollstoff rieche ich schon bei geringer Luftfeuchtigkeit nach nassem Schaf. Vielleicht ist es sinnvoll am Rückenteil eine lose Passe wie beim Trenchcoat einzufügen und unten drunter eine atmungsaktiven Stoff einzunähen, damit die Jacke kein Saunaanzug wird.

Der Schnitt in Größe 44 mit den üblichen Änderungen war schnell auskopiert, die Ernüchterung kam postwendend:
Das Ganze ist viel zu groß! Gut, eine Winterjacke darf nicht so spack sitzen und der Durchzugsgürtel macht die Jacke auch noch enger - aber 8 cm Mehrweite erscheinen mir doch zuviel.
Auch beim Muslin sah die Sache nicht besser aus, trotz Zusammennähen und Raffung in der Taille war einfach viel zuviel Stoff da.
Leider habe ich keine Fotos davon, ich war so tief in der Arbeit, dass ich daran garnicht dachte.
Diese 8 cm mussten reduziert werden, und nach mehrmaligem Messen entschied ich mich für die Größe 40 und es scheint zu passen. Diese Größe hatte ich zuletzt 1999!

Auf meiner dicken Bertha sieht der Schnitt jetzt gut aus, die Frage ist nur, ob ich noch ein Muslin nähe oder gleich den Steppstoff zuschneide.


Soweit der Stand bisher. Was die anderen Mitstreiterinnen zu erzählen haben seht Ihr hier.


Mittwoch, 1. Oktober 2014

Erster Herbst-MMM

Wie Ihr sicher schon wisst, ist Singen im Chor mein zweites Hobby. Zusammen mit meinem Mann singe ich in drei Chören - man gönnt sich ja sonst nichts ... ;)
Dienstags und mittwochs sind Chorproben, das ist ganz praktisch, denn dann habe ich die Gelegenheit, Selbstgemachtes anzuziehen und bei MMM zu zeigen.


Diesen Pulli strickte ich schon vor einigen Jahren, trage ihn aber immer noch gerne. Für den lila Kragen habe ich aus den Knäueln die lila Garnstücke herausgesucht und verstrickt, weil ich kein passendes Garn in der Farbe fand. Glücklicher Weise hatte ich genügend viele Knäuel gekauft. Aus den Resten ohne lila hat mein Enkelkind noch einen Pulli bekommen.
Wenn's kälter wird trage ich ein passendes lila Hemdchen drunter, das den Ausschnitt weniger nackt lässt. Das Top habe ich genau in dem Lila-Ton gefunden!
Das Garn ist eine Baumwolle, leider weiß ich nicht mehr von welcher Firma. Der Pulli ist etwas eingelaufen und dummer Weise habe ich die Nähte mit der Nähmaschine genäht, anstatt mit der Hand. :(
Einen ähnlichen Pulli fand ich in einer älteren Verena und strickte dann meine eigene Version. Gerade beim Stricken halte ich mich selten an Vorgaben (außer bei Lochmustern, die müssen genau sein).
Für die Passform habe ich mein eigenes Schema, das ich schon so oft verstrickt habe, dass ich genau weiß, wieviel ich wo zu- oder abnehmen muss.


Verena Herbst 2010

Was die anderen MMMlerinnen gezaubert haben findet Ihr hier.