Mittwoch, 17. Dezember 2014

MMM und mein HJSA-Finale

Ich bin fertig! Schon letzte Woche hatte ich meinen Herbst-Parka bei einem Besuch in Bremen an. Leider bin ich noch nicht dazu gekommen, gute Fotos zu machen, die werden noch nachgeliefert.

Den Parka trage ich in den letzten Tagen dauernd, so auch heute. Bei dem regnerischen Wetter ist er ideal, auch wenn er mir garnicht mehr so gut gefällt. Die Farbe ist bei Tageslicht ganz anders als bei dem Kunstlicht in meinem Nähkeller - eher gelblich grau wie Altmessing, nicht so braun. Die Ärmel habe ich zu kurz und zu weit genäht, da werde ich noch eine Manschette dranmachen müssen.
Die Oberfläche des Steppstoffs fühlt sich ziemlich gummiartig an, ist aber wasserdicht.
Aber der Schnitt mit dem Schwalbenschwanz gefällt mir sehr gut. Die vier Schwierigkeitspunkte im Burda-Heft sind berechtigt, die verdeckte Knopfleiste und der Rückenschlitz mit Schwalbenschwanz haben es in sich.
Alles in Allem eine alltagstaugliche Herbstjacke.
Weitere Links zum MMM gibt es hier.

Samstag, 15. November 2014

Endspurt ?? Eher Halbzeit!

Von Endspurt kann man bei meiner Herbst-Jacke nicht reden, es gibt noch viel zu tun.
Hier ist der aktuelle Stand:
Die Basis-Jackenteile und -Futter sind zusammengenäht.


Irgendwie erscheint mir die Schulterbreite immer noch nicht richtig. Vielleicht ändert sich das, wenn die Ärmel eingesetzt sind. Wenn nicht, wird geändert ...
Im Original sind Blasebalgtaschen an der Jacke, das erschien mir zu dick aufgetragen, die Wiener Nähte eignen sich für Nahttaschen hervorragend.
Das Futter ist leider etwas durchscheinend, da geht durch den dunklen Oberstoff die Brillianz etwas verloren.


Die Kapuze wartet auch noch auf ihre Vollendung. Der Besatz für das Durchzugsband, das ich bis zu den Ecken vergrößert habe, ist aus dickem dunklen Taft zugeschnitten; wenn das Futter darüber liegt, sieht man es nicht mehr. Der Steppstoff ist zu dick für solche Belege.

Als nächstes werde ich ausprobieren, wie ich die verdeckte Knopfleiste am sinnvollsten einbaue, das wird noch 'ne ziemliche Bastelei weil ich die burda-Anleitung einfach nicht verstehe.
Eine gute Hilfe ist mir allerdings der Craftsy online-Kurs "The Carefree Fly-Front Coat" mit Kenneth D. King. Darin sind viele Tips und Tricks zum Jacken- bzw. Mantel-nähen. Einiges, das da gezeigt wird, habe ich auch schon (immer) so gemacht, so dass ich mich in meiner Näherei bestätigt fühle.

Diesmal bin ich ziemlich spät dran, mich zu den anderen Herbstjacken-Näherinnen zu gesellen.


Sonntag, 26. Oktober 2014

Herbst-Jacken Sew-Along - Zwischenstand

Die Schnittanpassung ist umfangreicher, als ich dachte, an den Schultern passt das Probestück immer noch nicht, trotz Größe 40!
Der Parka sollte so weit sein, dass dicke Pullover drunter passen, aber das ist doch extrem viel! 
Um ein Schulterpolster werde ich nicht herum kommen, meine Schultern sind sehr schmal und fallend.
Also wird erneut angepasst:

Wie ich die Ärmel anpasse, muss ich noch herausfinden. Ich werde den Armloch-Umfang ausmessen und mit den Maßen des Ärmels in verschiedenen Größen vergleichen. Dabei muss ich beachten, dass der Ärmel an der Schulter leicht gerafft wird.

Auf einem Blog (leider weiß ich nicht mehr welchem) fand ich einen Hinweis auf Nancy Zieman's Anpassungsmethode. Auf ihrem Blog fand ich dann eine Übersicht und ein Video, das diese Methode ansatzweise erklärt: February Q & A—Choosing the Right Sewing Pattern Size
Danach ist das Maß oberhalb der Brust, von Schulter zu Schulter für Oberteile maßgebend. Bei mir wäre das die Größe 38, die ich auch jahrzehntelang trug, bis ich "in die Jahre kam" und dicker wurde.
Alle Schnitte werden nach diesem Prinzip von dem Maß aus durch drehen und verschieben angepasst.
Wenn ich mir meine Anpassungsprobleme so anschaue, erscheint mir das logisch. Im oberen Brustbereich habe ich kein Fett angesetzt; meine Schlüsselbeine sind nach wie vor zu sehen, deshalb klaffen an der Stelle immer die Ausschnitte.
Natürlich will Nancy Zieman ihr Buch Pattern Fitting with Confidence verkaufen. Bei amazon.de gibt es eine nur eine Drei-Sterne-Bewertung, bei den Amerikanern einen Bewertungsdurchschnitt von 4 1/2 Sternen - lohnt es sich also knapp 20 Euro für das Buch auszugeben? Der "Blick ins Buch" scheint die deutsche Bewerung zu bestätigen.

Gerade habe ich mir angeschaut, was die anderen Teilnehmer bisher geschafft haben und wurde ein wenig neidisch, denn einige haben schon die zweite Herbstjacke in Arbeit! Respekt!
Eine Blick auf die Linkliste zum HJSA gibt es hier bei Chrissy.


Montag, 13. Oktober 2014

Herbst-Jacken Sew-Along Teil II

 

Schnitt- und Stoffwahl waren diesmal für mich kein Problem mehr:

Der Burda-Schnitt 129-092012 soll es sein, der Stoff ein gut abgelagerter Steppstoff mit Taft-Futter.
An dem Steppstoff gefällt mir die Farbe (bronzebraun) und das Paisley-Steppmuster. Nur dieser Glanz ... keine Ahnung, warum ich den gekauft habe! So dunkel erinnere ich mich, dass ich roten Steppstoff für eine Weste haben wollte, aber keinen fand. Stattdessen lagen da dieser bronzebraune und daneben dieser Taft, der auf dem Handyfoto leider nicht so gut herauskommt.
Die Farbkombination begeistert mich immer noch, so dass ich diese Jacke jetzt daraus nähe. Basta!
Der Stoff ist synthetisch, für mich aber kein Manko, denn die Jacke soll wettertauglich sein.
In meiner schönen Eve-Jacke aus Wollstoff rieche ich schon bei geringer Luftfeuchtigkeit nach nassem Schaf. Vielleicht ist es sinnvoll am Rückenteil eine lose Passe wie beim Trenchcoat einzufügen und unten drunter eine atmungsaktiven Stoff einzunähen, damit die Jacke kein Saunaanzug wird.

Der Schnitt in Größe 44 mit den üblichen Änderungen war schnell auskopiert, die Ernüchterung kam postwendend:
Das Ganze ist viel zu groß! Gut, eine Winterjacke darf nicht so spack sitzen und der Durchzugsgürtel macht die Jacke auch noch enger - aber 8 cm Mehrweite erscheinen mir doch zuviel.
Auch beim Muslin sah die Sache nicht besser aus, trotz Zusammennähen und Raffung in der Taille war einfach viel zuviel Stoff da.
Leider habe ich keine Fotos davon, ich war so tief in der Arbeit, dass ich daran garnicht dachte.
Diese 8 cm mussten reduziert werden, und nach mehrmaligem Messen entschied ich mich für die Größe 40 und es scheint zu passen. Diese Größe hatte ich zuletzt 1999!

Auf meiner dicken Bertha sieht der Schnitt jetzt gut aus, die Frage ist nur, ob ich noch ein Muslin nähe oder gleich den Steppstoff zuschneide.


Soweit der Stand bisher. Was die anderen Mitstreiterinnen zu erzählen haben seht Ihr hier.


Mittwoch, 1. Oktober 2014

Erster Herbst-MMM

Wie Ihr sicher schon wisst, ist Singen im Chor mein zweites Hobby. Zusammen mit meinem Mann singe ich in drei Chören - man gönnt sich ja sonst nichts ... ;)
Dienstags und mittwochs sind Chorproben, das ist ganz praktisch, denn dann habe ich die Gelegenheit, Selbstgemachtes anzuziehen und bei MMM zu zeigen.

Diesen Pulli strickte ich schon vor einigen Jahren, trage ihn aber immer noch gerne. Für den lila Kragen habe ich aus den Knäueln die lila Garnstücke herausgesucht und verstrickt, weil ich kein passendes Garn in der Farbe fand. Glücklicher Weise hatte ich genügend viele Knäuel gekauft. Aus den Resten ohne lila hat mein Enkelkind noch einen Pulli bekommen.
Wenn's kälter wird trage ich ein passendes lila Hemdchen drunter, das den Ausschnitt weniger nackt lässt. Das Top habe ich genau in dem Lila-Ton gefunden!
Das Garn ist eine Baumwolle, leider weiß ich nicht mehr von welcher Firma. Der Pulli ist etwas eingelaufen und dummer Weise habe ich die Nähte mit der Nähmaschine genäht, anstatt mit der Hand. :(
Einen ähnlichen Pulli fand ich in einer älteren Verena und strickte dann meine eigene Version. Gerade beim Stricken halte ich mich selten an Vorgaben (außer bei Lochmustern, die müssen genau sein).
Für die Passform habe ich mein eigenes Schema, das ich schon so oft verstrickt habe, dass ich genau weiß, wieviel ich wo zu- oder abnehmen muss.


Verena Herbst 2010

Was die anderen MMMlerinnen gezaubert haben findet Ihr hier.

Montag, 29. September 2014

Herbst-Jacken-Sew-Along 2014 - ich versuch's nochmal


Eigentlich habe ich mir geschworen, nicht mehr an sewalongs teilzunehmen ...
aber uneigentlich würde ich doch gerne eine neue Herbst- und Winterjacke nähen. Eine Jacken-Schwäche habe ich nicht, ich nähe gerne Jacken.

Links ist die Jacke "Eve" von Schnittchen, rechts mein Swinger-Mantel "Rotkäppchens Großmutter" nach dem Burda 3348-Schnitt.
Jetzt brauche ich einen Anorak oder eine Jacke in einer Farbe, die ich zu Kleidungsstücken kombinieren kann, die nicht zu blau oder rot passen. Außerdem sollte sie über den Po reichen, kürzere Jacken rutschen bei mir schnell hoch und sind damit nicht wintertauglich.
Auf jeden Fall soll sie alltagstauglich sein. Einige Schnitte gefallen mit besonders gut:
Der "Schwalbenschwanz" im Designbeispiel vom Jadela-Parka (Farbenmix) gefällt mir besonders gut. So einen gibt's auch bei McCall's und Burda:

links M6657, rechts  burda 129-092012
Der McCall's-Schnitt ist schon "out of print", aber der Burda-Schnitt gefällt mir sowieso besser.

Eine weitere Möglichkeit ist auch "Minoru" von sewaholic:

http://www.sewaholicpatterns.com/minoru-jacket/

Ob ich diesen Schnitt tatsächlich nehme, weiß ich noch nicht genau. Ich finde ihn schön, aber ich frage mich, ob die vielen Kräuselungen an meiner Figur nicht zu sehr auftragen. 

Vielen Dank an Chrissy und Karin, die diesen Sewalong organisieren!
Hier findet Ihr weitere Inspirationen und Schnittmuster-Ideen der Nähnerd-Gemeinde

Mittwoch, 17. September 2014

MMM nach den Sommerferien

Heute abend werde ich mein aufgepepptes Sonnenblumen T-Shirt zur Chorprobe anziehen.
In meinem Schrank fand sich ein altes, mit Perlen besticktes Top in Größe 36 (ja, ich war tatsächlich mal so schlank!) das ich nicht wegwerfen konnte. Dann war da noch ein fades grünes Shirt das aufgehübscht werden wollte ...


Zuerst klebte ich das aufgetrennte Hemdchen-Vorderteil mit Textil-Sprühkleber auf das grüne T-Shirt.
Damit nicht gleich alle Schichten zusammen klebten, steckte ich ein passend großes Stück Pappe ins T-Shirt. Die Kleberei war recht heikel, die Blume wollte nicht dahin, wo ich sie haben wollte und meine Finger wurden auch immer klebriger.
Zuerst wollte ich die Blume annähen, bevor ich sie ausschnitt. Die Naht sollte sichtbar sein, deshalb nahm ich den Stich, bei dem 3 Stiche nebeneinander liegen. Diese Naht ist praktischer Weise auch noch elastisch.


Das Ausschneiden der Spitzen war die meiste Arbeit! Um die Blume in der Mitte zu fixieren, kamen noch grüne Staubfäden im grün-schwarzen Bereich hinzu - fertig!

Was die anderen MMMler genäht haben findet Ihr hier

Sommer-Nachlese

Der Sommer war wettermäßig nicht gerade berauschend, ich hatte kaum Gelegenheit, meine schönen Oberteile vom letzten Jahr zu tragen. Aber ich saß mit Lust Und Freude im Nähkeller und experimentierte herum.
Eine Oberteil-Schwäche habe ich nicht gerade - obwohl - das was ich produzierte kann man eher als Probestücke bezeichnen.
Besonders enttäuscht bin ich vom Schnitt "Red Velvet" von Cake Patterns.
Da passte nichts so wirklich. Es mag sein, dass ich selbst Schuld hatte: Weil mein Busen nicht mehr so hoch angesetzt ist, verlängerte ich das Oberteil um etwa 4 cm. Das wäre garnicht nötig gewesen, wie ich auf den Fotos sehen kann.


Mit den Scheren-Falten vorne und hinten hatte ich so meine Schwierigkeiten, sie sehen auch nicht schön aus, das Rockteil hängt einfach gerade runter. Das mag aber auch an diesem dünnen, formlosen Baumwolljersey-Rest gelegen haben.


Die Midriff (wie ist der deutsche Begriff dafür? Mittelstück??) liegt genau auf meiner Taillen-Speckrolle.  Die habe ich farblich abgesetzt (die Midrift, naja, damit auch den Rettungsring), um zu sehen. ob es mir steht. Besser ist es, den Stoff einheitlich zu lassen!
Das ganze Teil ist zu groß geworden, obwohl ich schon 'ne Nummer kleiner zugeschnitten hatte.


Im Rücken ist es viel zu weit und den Ausschnitt musste ich wegen der Weite mit einem Durchzugsbändchen ausstatten.
Der Stoff hatte eine sehr schlechte Qualität, sehr dünn und schlabberig, außerdem waren kleine Löcher drin. Er war glücklicher Weise nicht teuer. Die Midriff ist aus einem alten T-Shirt geschnitten.
Nach den Erfahrungen werde ich mir bestimmt kein Tiramisu-Kleid nähen. Meine Aversion gegen Jerseys ist nicht gemildert worden!

Ein weiteres Experiment war die Überkreuz-Tunika aus der Mai-Burda:



Mit der Schnittänderung ist irgendwas falsch gelaufen. Obwohl ich an meiner Berta angepasst und geändert hatte, wurde die Tunika zu eng. Leider hatte ich nicht mehr genügend Stoff, so dass ich die Seiteneinsätze quer zum Musterverlauf zuschneiden musste. Trotzdem gefällt mir die Tunika gut. Der Stoff ist aus meiner Bielefeld-Ausbeute, vielleich erkennt ihn jemand von den Bielefeld-Fahrern.


Meinem Mann ist beim Fotografieren nicht aufgefallen, dass der Kragen nicht richtig liegt. Ein besseres FBA (full-bust-adjustment) könnte auch nicht schaden.

In den Ferien entstanden noch Puppenkleidchen für das Enkelkind und ein TfT (Teil für die Tonne), über das ich den Mantel des Schweigens ausbreite ... ;)


Freitag, 18. Juli 2014

mal so zwischendurch ...

Die Fotos von der Hochzeit meines Sohnes lassen auf sich warten, dafür kann ich mit einigen Aufnahmen des Blumenkind-Kleides aufwarten.

Das Muster-Oberteil war wichtig, um den Schnitt auszuprobieren (burda 2005-05-143).
Damit sie es auch tragen kann, habe ich eine breite Rüsche angenäht.


1. Anprobe: Alles ist noch zu lang und zu schlaff, auch das Puppenkleid passt noch nicht.


Ein Petticoat muss her, glücklicher Weise hatte ich in einer Kiste noch ziemlich steifen synthetischen Stoff, der gerade so reichte. Die Hochzeit hat er nicht überlebt, beim Toben mit den anderen Kindern riss irgendwiiiie ... die Rüsche ab.


Mit dem Petticoat sah das Kleid bei der 2. Anprobe gleich besser aus.




Hier ist das fertige Puppenkleid mit der gleichen Verzierung wie das "große" Kleid.

Von meinem Kleid gibt's nicht viel zu sehen, nur ein Foto von der Ärmel-Konstruktion, ich wollte nämlich zweiteilige Tulpenrmel haben:

 
 Die Anleitung lud ich mir irgendwann einmal aus dem Internet herunter und probierte sie mit einem Puffärmelschnitt aus. 


Am Abend vor der Hochzeit nähte ich noch schnell den Saum von meinem Seidenjäckchen um, das ich an der Hochzeit doch nicht trug - es war zu heiß!

Für Die Hochzeitsfeier dachten sich meine Töchter ein SockenTheater-Stück aus, dazu bastelte jeder Mitwirkende Handpuppen aus Socken, die uns ähnlich sehen sollten ;)


oben der Bräutigam,
unten ich, beides aus meiner Werkstatt.


Für die Kinder backte ich noch Muffins, die ich grün und gelb verzierte:


Gut, dass ich einige noch zuhause geknipst habe, auf der Hochzeit waren sie ziemlich schnell weg, nur eins blieb übrig, bei dem der Zuckerfrosch abgeknibbelt war ...

Die Hochzeitsfotos bekomme ich hoffentlich bald, dann kann ich auch Tragefotos von meinem Kleid zeigen.

Mittwoch, 18. Juni 2014

MMM die zweite

Heute gehe ich so zur Chorprobe. Die Bluse habe ich vor längerer Zeit genäht, man kann sie auch hier sehen. Das Schnittmuster ist Burda Modemagazin 9/2008 No. 103
Das Foto ist - wie man sieht - mit dem Handy gemacht, daher ist die Qualität nicht so berauschend.


Meinem Mann gefällt diese Bluse am besten wegen der frischen Farben. Den hellen Baumwollstoff hatte ich mal als Unikat-Druck in einem DaWanda-Shop gekauft, der leider nicht mehr existiert. Der dunkle ist ein leichter Denim.
Die Bluse ist sehr bequem, ich trage sie gerne.

Hier seht Ihr, was die anderen MMMler gezaubert haben!

Mittwoch, 11. Juni 2014

Schnelle Sommerbluse

Das ist mein erster MMM - mit meiner neue Bluse, die ich heute abend zur Chorprobe anziehen will. Nach dem Fotoshooting habe ich sie sofort ausgezogen, es ist viel zu heiß!

 Der Schnitt ist aus der April-Burda dieses Jahres. Dort ist sie als Vintage-Bluse dargestellt. Meine sieht nicht so ganz "Vintage" aus, weil ich in meinem Eifer, Halsausschnitt-Belege einzunähen, den Kragen ganz vergessen habe. So wie sie ist, finde ich sie aber auch schön.


Außerdem änderte ich den Schnitt zu einer echten Wickelbluse. Als Stoff nahm ich zwei ziemlich feste Baumwoll-Reststücke. Die Stoffe haben gerade eben so gereicht. Sie waren schon lange in meinem Stofflager; beim durchwühlen fand ich sie eiträchtig nebeneinander und erkannte gleich, wie gut sie zueinander passen. Die Blümchen im sandfarbenen Stoff haben in der Mitte einen grünen Punkt, im Farbton des unteren Stoffes.
Die großen Kugelknöpfe fand ich auch noch in meiner Knopfkiste, ich weiß wirklich nicht mehr, von wem ich sie geerbt habe.

Im Rücken nähte ich noch den bei burda angegebenen Tunnel und zog ein breites Gummiband durch. Vorne wollte ich keine Taillenraffung haben, das kommt bei meiner Figur nicht so gut.


Die Ärmelbündchen fand ich ganz passend, weil ich den Ärmel gefaltet habe und nicht gerafft.


Auf dem Foto oben stehe ich vor meiner vom Sturm zerzausten Kletterrose - letzte Nacht hat ein Gewittersturm gewütet. Bei uns ist nicht viel passiert, nur ein paar Blumentöpfe sind umgefallen und die Gartenstühle auf den Rasen geflogen. Von der nahen Autobahn hörte ich die ganze Nacht das Tatütata der Polizei und der Feuerwehr.


Was die MMM-Mitstreiter gemacht haben, findet ihr hier.


Samstag, 7. Juni 2014

Pannesamt-Diskussion

Lucy in the Sky brachte das Pannesamt-Dilemma zur Sprache. Auch ich habe solche Polyester-Stücke in meinem Stofflager, dazu noch Nicky und eine Art glänzenden Poly-Cord, von dem ich nicht mal weiß, wie ich dazu gekommen bin.

 Hier die Scheußlichkeiten ... Polycord und smaragdgrüner Pannesamt

und hier die schönen Stoffe:

Den scheußlichsten kann ich nicht fotografieren, die Farbe kommt nicht so raus, wie ich das will:
Ein neon-oranger Pannesamt mit Goldglitter! Meine kleine Enkeltochter fand den Stoff sooo schön, da nähte ich für ihre Puppe eine Leggins. Prompt wollte sie auch eine für sich, die ich ihr dann auch nähte. Den Goldglitter fand ich noch Wochen später in der Nähmaschine - dieser Staub ließ sich kaum wegsaugen, ähnlich wie Styropor.

Dass dieses Polyester-Zeugs sich nicht gut auf der Haut anfühlt, ist wohl allgemeiner Konsens. Dass aber jeder Pannesamt und Nickystoff doof aussieht, bestreite ich! Gut - Nicky ist in den letzten Jahren nicht mein Favorit gewesen, aber er ist doch ziemlich kuschelig und weich. Zudem finde ich, dass er sich gut vernähen lässt. Immi hat mal einen wunderschönen königsblauen Nicky-Pulli genäht, der mich meine Nicky-Vorurteile überdenken ließ.

Den dunkelroten Pannesamt brauchte ich für den Besatz eines Kinderkleids:

Burda 2009-07-139

Für Kinder sind Sachen Nicky und Pannesamt ganz praktisch, man schmeißt es in die Waschmaschine, hängt es ein paar Minuten auf , fertig - wenn das Kind keine Probleme mit der Haut hat. Zur Taufe meiner jüngeren Enkeltochter nähte ich zum Kleid ein warmes weißes Nicky-Häubchen und einen Bolero, der sie im Oktober warm hielt:


Aus den schönen Stoffen auf dem Foto oben möchte ich mir etwas nähen. Auf dem Bild sieht man die Farbentöne nicht so genau (rot ist immerschwer zu fotografieren), aber sie passen gut zusammen.
Sobald die Hochzeit meines Sohnes im Juli vorbei ist, werde ich Zeit haben mir etwas auszudenken. Dann kann man ja schon mal an den kommenden Winter denken ...