Draußen vor dem Fenster steht ein blühender Baum und ich freue mich, wenn ich ihn sehe. Den Winter habe ich überwiegend im Nähkeller verbracht - oben hätte ich auch nicht viel verpasst.
Blusen nähen war mein Thema, ich wollte längere Zeit herumliegende Schnitte und Stoffe vernähen. Die Stoffe für zwei Blusen sind schon mindestens 10 Jahre alt und ich weiß nicht mehr, was ich damit geplant hatte.
Den Stoff der mittleren Bluse (Milliblus) habe ich auf der Creativa entdeckt und gleich gekauft, ich konnte nicht widerstehen. Der Schnitt ist aus der September-Burda vom letzten Jahr, die Nr. 112.
Neulich, als ich meine Nähmaschine zur Inspektion brachte, erstand ich die Frühlingsausgabe der Bernina-Inspiration. Darin fand ich den Schnitt für die Raglanbluse links. Die Stoffe sind aus etwas dickerer Baumwolle, ich glaube von Westfalenstoff. Der eine ist kariert, der andere gestreift, sie gehören zusammen. Jeder für sich hätte zu nichts gereicht und ich bin froh, beide endlich vernäht zu haben.
Genau so erging es mir mit den Stoffen der rechten, braun-grün karierten Bluse. Der Schnitt ist Mélilot von Deer&Doe.
Ich habe selten ein schlechteres Schnittmuster erlebt!!
Anscheinend wurde der Schnitt an einem Kleiderbügel entwickelt, so wie die Schultern steil und nach hinten gerichtet sind!
Ich gebe zu, mein Rücken ist etwas rund und die Schultern nach vorne gerichtet, aber diese massiven Probleme hatte ich noch mit keinem Schnitt!
Dummer Weise habe ich nur meine üblichen Anpassungen eingezeichnet und ohne ein Probeteil gleich zugeschnitten und Seiten und Schultern genäht. Bei der Anprobe verliefen die Schulternähte dann hinten auf meinen Schulterblättern und vorne, oberhalb der Brust zur Knopfleiste hin hatte ich jede Menge überschüssigen Stoff! Leider habe ich keine Fotos von diesem Zustand, erst bei den Rettungsversuchen wird es deutlich.
Ich hoffe, man kann es erkennen, dank 1,5cm Nahtzugabe konnte ich einen Zentimeter an der Schulternaht hinten herauslassen, so dass sie in die richtige Richtung tendiert.
Der Überschuss über dem Brustbein machte mir große Schwierigkeiten, weil das Karo entlang der Knopfleiste verlief. Mir blieb nichts anderes übrig, als die Knopfleiste abzuschneiden und die Vorderteile schräg von -4 cm (am Halsausschnitt) bis 0 cm (am Saum) abzuschneiden.
Um die Schräge zu kaschieren, nähte ich eine Rüsche aus dem Blümchenstoff auf.
Die abgeschnittene Knopfleiste fummelte ich dann wieder dran.
Natürlich stimmte jetzt am Halsausschnitt nichts mehr. Vor allem im Nacken war alles zu hoch und zu eng und ich schnitt den Halsausschnitt beherzt neu zu. Der zugeschnittene Kragen passte jetzt nicht mehr, und wieder musste ich tricksen:
Der Kragensteg endet auf der Mitte der Knopfleiste, aber das macht nichts, getragen kommen die Enden zusammen.
Der runde Kragen gefällt mir gut. Die Armlöcher sind etwas eng geworden, dabei sind sie durch meine Manipulation der Schulternaht schon 1 cm weiter als vorgesehen.
Die Anleitung, egal ob auf englisch oder französisch, ist mehr als dürftig. Ein Modell ist mit einer verdeckten Knopfleiste vorgesehen, aber aus der Anleitung wurde ich nicht schlau.
Alles in Allem kann ich diesen Schnitt nicht empfehlen.
Verlinkt auf MMM
Mittwoch, 3. April 2019
Donnerstag, 7. März 2019
Frühlingsjacke
WERBUNG: Probenähen für Zwischenmaß
Als Ende Januar die Anfrage kam, dieses Schnittmuster zur
Probe zu nähen, musste ich erst überlegen, ob ich das tun sollte, eine längere
Jacke hatte ich für den Frühling nicht auf dem Schirm. Der Schnitt gefiel mir
dann aber recht gut und so sagte ich zu.
Anfang Februar konnte
ich mit der Arbeit starten, gut drei Wochen erschienen mir eine gute Zeitspanne
zu sein, um fertig zu werden. Aber wie das Leben so spielt – die Zeit wurde
dann äußerst knapp, das Leben außerhalb des Nähkellers fragte nicht nach
Abgabeterminen.
Noch bevor der Schnitt ankam, schaute ich nach einem
passenden Stoff in meinem umfangreichen Lager und fand dann auch schnell einen
bedruckten leichten Denim, der geeignet war (65% Baumwolle, 2% Elasthan, 33%
Polyester).
Diesen Stoff habe ich 2015 (oder 2016) bei Fashion for Designers in
Krefeld erstanden, als ich anlässlich des Bloggerinnen-Treffens in Köln dort
war. Das Muster ist ein Gletschermotiv in verschiedenen Blautönen mit kleinen
erdigen Flächen – ich kann es garnicht beschreiben – so wie das Eis ausgesehen
haben mag, als die Titanic den Eisberg rammte. Auf den Zuschneide-Fotos kann
man die Gletscher-Camouflage vielleicht erkennen.
Von der Passform des Schnittes bin ich wieder total
begeistert, nach meinen üblichen Änderungen kopierte ich einen Folienschnitt und legte
los. Mit 1 cm Nahtzugabe schnitt ich zu.
Die Anleitung auf dem Papierschnitt ist kurz und knackig,
aber so logisch mit einem Buchstaben-Zahlensystem, das nichts schiefgehen kann,
wenn man die genaue Reihenfolge beachtet. Bei Unsicherheiten gibt’s ja auch
noch die PDF mit allgemeinen Nähanleitungen, in die man schauen kann.
Laut Anleitung ist im Rücken der Jacke eine Schnürung
vorgesehen, die zuerst genäht werden sollte. Dafür sollten zwei Schnüreinsätze
mit großen Ösen angefertigt werden. Mit solchen Ösen hatte ich noch nie
gearbeitet, aber das Einhämmern klappte erstaunlich gut. Ein Brettchen aus dem
Werkzeugkeller half dabei sehr.
Die Taille im hinteren Bereich musste ich an allen drei
Teilen um 4 cm höher setzen, die Schnürung wäre sonst zu weit unten gelandet.
Dazu musste ich etwas um die Ecke schneiden, damit die
Markierung für die Schnürung an der richtigen Stelle blieb. Dann konnten die Teile zusammengeschoben werden, wobei die
Seite mit der Nahtzugabe angepasst wurde. Die paar Millimeter, die das mittlere
Rückenteil im unteren Bereich weiter wurde, stören nicht.
Das Vorderteil kürzte ich am unteren Saum, glücklicher Weise
gab es keine Irritationen in den Seitennähten.
Glück gehabt!
Als ich die
Schnüreisätze und die rückwärtigen Teil zuammengenäht hatte, hängte ich sie zur
besseren Ansicht auf meine Schneiderpuppe.
Was ich da sah, gefiel
mir garnicht! Die Einsätze erschienen mir zu grob und klotzig. Für eine Jacke
aus derberem Stoff mögen sie passend sein, aber nicht für diesen leichten Stoff.
Also suchte ich nach einer anderen Lösung und entschied mich, Schlaufen zu
nähen. Der erste Versuch war dann auch nicht so, wie ich es mir vorgestellt
hatte, die Schlaufen waren zu lang und zu weit auseinander.
Also wurde wieder aufgetrennt!
Letztendlich passten die Proportionen, trotzdem konnte ich
der Schnürung für diese Jacke nicht viel abgewinnen, was man an meiner
Ideenlosigkeit erkennen kann.
Das Nähen des Vorderteils war noch eine Herausforderung, die gebogenen Abnäher mit den eingenähten
Taschen waren ganz schön tricky, dieses Detail gefällt mir aber ausgesprochen
gut und ich habe es geschafft!
Die Jacke ist ganz gefüttert, das ganze Futter habe ich mit
der Hand angenäht. Das war sehr zeitaufwändig, aber es ist der Mühe wert. Ohne extra-Brille läuft da garnichts, aber gleichzeitig fernsehen geht schon.
Soweit bin ich zufrieden mit meiner Jacke. Meine erste
Assoziation war „ziemlich barock“, eine weiße Bluse mit Rüschen am Hals und an
den Manschetten drunter würde den Eindruck noch verstärken. Im Steampunk
Style könnte sie auch gut aussehen - ich habe noch lila Breitkord in meinem Stofflager ...
Aus alten Jeans genäht könnte ich sie mir auch vorstellen, da würden die Metall-Ösen passen.
Aus alten Jeans genäht könnte ich sie mir auch vorstellen, da würden die Metall-Ösen passen.
Samstag, 24. November 2018
Passt perfekt in meine Büchersammlung
WERBUNG
Frau Crafteln hat ein Buch geschrieben! Als ich davon hörte, wurde ich sofort neugierig. Als Meike dann in ihrem Newsletter Rezensentinnen suchte, war ich sofort dabei.
In meinem Bücherschrank sind einige Bücher zur Schnittmusteranpassung, einige Bücher aus den USA befassen sich mit speziellen Methoden, die ich manchmal nicht nachvollziehen kann, was zum Teil auch an der Sprache liegt. Hier ist der große Vorteil dieses Buches, es ist leicht verständlich geschrieben, gut gegliedert und detailliert.
Frau Crafteln hat ein Buch geschrieben! Als ich davon hörte, wurde ich sofort neugierig. Als Meike dann in ihrem Newsletter Rezensentinnen suchte, war ich sofort dabei.
Als ich das Buch zuerst in die Hand nahm und durchblätterte,
dachte ich, uh – so viel Text! Als ich aber anfing zu lesen, lösten sich meine
Bedenken.
Das Buch ist wirklich gut zu lesen. Meike wird nicht müde, uns Hobbynäherinnen Mut zu machen. Niemand hat eine Figur, an
der ein Schnittmuster perfekt passt. Dass auch Übung dazu gehört, Schnitte
optimal anzupassen und wie der beste Weg dahin ist, wird auch immer wieder betont.
Dabei wird nicht an Tipps und Tricks gespart. In jedem Kapitel gibt es
"Exkurse", in denen wichtige Details erklärt werden.
Das Buch ist auch für Anfänger gut geeignet. Für fortgeschrittene
Näherinnen ist es eine gute Zusammenfassung aller gängigen Änderungsmethoden. Ich
brauche nicht mehr stundenlang im Internet zu suchen, um das Richtige zu finden
und mir dabei jedes mehr oder weniger gute Beispiel zu anzusehen.
In meinem Bücherschrank sind einige Bücher zur Schnittmusteranpassung, einige Bücher aus den USA befassen sich mit speziellen Methoden, die ich manchmal nicht nachvollziehen kann, was zum Teil auch an der Sprache liegt. Hier ist der große Vorteil dieses Buches, es ist leicht verständlich geschrieben, gut gegliedert und detailliert.
Eines habe ich doch noch anzumerken: Die Schrift ist wirklich sehr klein. Für mich (ü60) war es recht anstrengend zu lesen.
Das Buch wurde mir von Meike zur Verfügung gestellt.
Vielen Dank, Meike.
Vielen Dank, Meike.
Mittwoch, 7. November 2018
Wintermantelzeit
![]() |
| mein neuer Wintermantel: Butterick 6423 |
An Allerheiligen war schönes Wetter, ziemlich kalt aber ideal für einen Ausflug (in NRW war Feiertag). Durch Zufall erfuhr ich vom Museum Textilfabrik Cromford in Ratingen.
Der Ausflug hat sich wirklich gelohnt!
Das Textilmuseum ist eine ehemalige Baumwoll-Spinnerei. Wir waren so früh da, dass wir eine sehr gute Führung mitmachen konnten. Es wurde über die Geschichte der Baumwollspinnerei erzählt und die alten Maschinen vorgeführt.
Am schönsten allerdings ist die derzeitige Ausstellung über Mode aus den 60er/70er Jahren!
Das war ja meine Jugendzeit und viele Erinnerungen kamen hoch, an knappste Minis und schrille Farben, an psychedelische Muster und OpArt, Knautschlack-Taschen und klobige Schuhe.
Wer die Möglichkeit hat, sollte die Ausstellung unbedingt besuchen!
Die Objekte sind wunderbar arrangiert, mit Hintergründen in den schrillen Farben der Zeit. Ich habe einige Handy-Fotos gemacht, die leider nicht so gut geworden sind, aber bestimmt Lust machen, da mal hinzufahren.
Verlinkt bei MeMadeMittwoch
Freitag, 7. September 2018
Probenähen für "Zwischenmaß"
Diesmal ist es echte
W E R B U N G
denn ich habe das Schnittmuster von Zwischenmaß zur Verfügung gestellt bekommen!

W E R B U N G
denn ich habe das Schnittmuster von Zwischenmaß zur Verfügung gestellt bekommen!
Margarete, die Betreuerin der Probenäherinnen kündigte den Schnitt an und verschickte auch gleich die technische Zeichnung zum Schnitt.
Der Schnitt sollte am 23. Juli ankommen, der Postbote
brachte ihn dann am 24.
Stoff hatte ich auch noch nicht gekauft, weil ich mir nicht sicher war, ob ich
zum Probenähen ausgewählt würde – das letzte Mal (Wickelkleid) wurde gelost.
Bei Makerist fand ich passenden
Stoff, bestellte ihn und wartete … es war Sale und da dauerte die
Abwicklung der Bestellung etwas länger. Aber ich hatte noch ausreichend Zeit,
den Pullover zu nähen.
Mir gefällt der Schnitt sehr, er ist einfach, aber doch
pfiffig!
Das Schöne an Zwischenmaß-Schnitten ist, dass sie für drei Körperlängen entwickelt werden. Das kommt mir sehr entgegen, weil ich bei Normalschnitten immer kürzen muss. Bei 1,57m Gesamtlänge brauche ich dann keine Längenanpassung mehr. Es gibt außerdem noch die Auswahl im Körperumfang, aber schaut selbst nach, das Prinzip ist einfach, eine Erklärung hier würde zu weit führen.
Das Schöne an Zwischenmaß-Schnitten ist, dass sie für drei Körperlängen entwickelt werden. Das kommt mir sehr entgegen, weil ich bei Normalschnitten immer kürzen muss. Bei 1,57m Gesamtlänge brauche ich dann keine Längenanpassung mehr. Es gibt außerdem noch die Auswahl im Körperumfang, aber schaut selbst nach, das Prinzip ist einfach, eine Erklärung hier würde zu weit führen.
Mein Schnitt beinhaltet vier Größen, die ungefähr den "Normalgrößen" 42 bis 48 entsprechen.
Papierschnitte kopiere ich grundsätzlich auf Malerfolie,
weil die Schnittteile weicher sind und sich gut an meiner auf Maß gemachten
Schneiderpuppe anpassen lassen.

Als Stoff nahm ich einen Sommersweat in hell-graublau mit
schwarzem Blumen-und Vögelchen-Druck. Wie bei allen gestrickten Stoffen ist er
etwas verzogen und lässt sich nicht ohne Versatz falten:
Ich legte den Stoff dann Webkante auf Webkante, da blieben
oben und unten nur kleinere Versprünge übrig und das Druckmuster lag im
Fadenlauf.
Der Stoffverbrauch ist mit 1,70 m so günstig angegeben, dass der Stoff auch gereicht hätte, wenn das Muster nur in eine Richtung gelaufen wäre.
Der Stoffverbrauch ist mit 1,70 m so günstig angegeben, dass der Stoff auch gereicht hätte, wenn das Muster nur in eine Richtung gelaufen wäre.
Beim Nähen folgte ich der Anleitung, die zwar äußerst knapp
war, aber für mich ausreichte.
Ich könnte mir aber vorstellen, dass Nähanfänger doch Schwierigkeiten bekommen.
Ich könnte mir aber vorstellen, dass Nähanfänger doch Schwierigkeiten bekommen.
Das Verstürzen der beiden Vorderteile machte ich mit meiner
Nähmaschine – ich hätte besser die Overlock nehmen sollen. Das Material wurde
trotz Obertransportfuß gedehnt und hat jetzt einen leichten Verzug. Der
Zickzack-Haltestich verschärfte die Situation, doch ich brauchte diese Naht,
damit die untere Lage nicht mehr zu sehen ist.
Nur eine Anleitung gefiel mir überhaupt nicht: den
Rückenteil-Halsausschnitt und die Vorderteile mit Schrägband zu versäubern!
Stattdessen schnitt ich Halsausschnitt-Belege, die ich so
mit den Vorderteil-Untertritten vernähte, dass die Enden der Schulternähte am
Halsausschnitt nicht sichtbar sind (siehe Bild unten).
Das war eine sehr fummelige Angelegenheit, schließlich gab
es dafür keine Anleitung. Ich trennte einige Male, bis ich das richtige
Ergebnis hatte. Bitte fragt nicht, was ich da gemacht habe – den genauen Weg
muss ich nochmal innerlich nachvollziehen, um es aufschreiben zu können!
Die Belege nähte ich mit lockerem Hexenstich am Rückenteil
innen fest.
Auch an den überlappenden Vorderteilen nahm ich kein
Schrägband, sondern versäuberte die Ränder mit der Overlock, bei der ich das
Differenzial höher stellte, damit die Naht etwas eingehalten wurde. Dann
klappte ich den gekettelten Rand nach innen und nähte ihn mit einer geraden
Naht auf der Nähmaschine fest. Natürlich wellte er sich, aber das konnte ich gut ausbügeln.
Bei
den Oberteilen achtete ich darauf, dass sie an den Schultern nicht in die
Ärmelnähte gerieten.
Die Naht in der hinteren Mitte nähte ich wegen der Belege
mit der Nähmaschine, für die Seitennähte und die Ärmel nahm ich die Overlock.
Die Ärmelausschnitte passten an meinen Schultern wunderbar,
ich bin ganz begeistert! Sie brauchten nicht nachgeschnitten zu werden!
So waren auch die Ärmel kein Problem, obwohl ich erst skeptisch die Ärmelkugeln beäugte. Den unteren Bereich der Ärmel muss ich immer stark verengen, weil ich so dünne Unterarme habe. Den linken Ärmel kürzte ich etwas, weil mein linker Arm kürzer ist als der rechte. Wenn ich mir die Fotos ansehe, könnte ich die Ärmel noch kürzer machen.
So waren auch die Ärmel kein Problem, obwohl ich erst skeptisch die Ärmelkugeln beäugte. Den unteren Bereich der Ärmel muss ich immer stark verengen, weil ich so dünne Unterarme habe. Den linken Ärmel kürzte ich etwas, weil mein linker Arm kürzer ist als der rechte. Wenn ich mir die Fotos ansehe, könnte ich die Ärmel noch kürzer machen.
Das Arme-Heben klappt dagegen nur mittelmäßig.
Der Rücken war mir etwas zu lang, also kürzte ich ihn um ca.
5cm und passte die Rundung an.
Alles in Allem bin ich sehr zufrieden mit diesem Schnitt und
habe schon Ideen, wie ich ihn noch einsetzen kann. Ursprünglich hatte ich mir
überlegt, bei diesem Pullover die Ränder mit schwarzem Jersey-Schrägband einzufassen und schwarze Bündchen
an die Ärmel zu setzen.
Oder ich nähe ihn in rot im Military-Style, schwarz eingefasst, mit goldenen Knöpfen an der linken Schulter und eventuell Längsstreifen an den Ärmeln – oder wäre das zuviel StarTrek? ;)
Oder ich nähe ihn in rot im Military-Style, schwarz eingefasst, mit goldenen Knöpfen an der linken Schulter und eventuell Längsstreifen an den Ärmeln – oder wäre das zuviel StarTrek? ;)
Mittwoch, 5. September 2018
Sommer-Nachlese
Heute stelle ich euch eine Bluse vor, die ich im Sommer genäht habe, und zwar das Modell 117 aus der Juli - Burdastyle. Von dieser Bluse habe ich schon einige gesehen, ich bin dann mal wieder dem Zug der Lemminge gefolgt. Einen schönen Viscose-Webstoff hatte ich schon irgendwann irgendwo gekauft, solche Sachen merke ich mir nicht.
Zuerst dachte ich, ach einen Kimono-Schnitt, den mach ich mal eben schnell, den brauche ich nicht anzupassen - das war wohl nichts! Ich nahm die größte Größe und bekam einen Sack.
Ändern war angesagt: Dank dem Kimono-Schnitt konnte ich die Bluse schräg an den Seite von den Schultern (3 cm) bis zur Hüfte (0 cm) enger machen. Im Rücken liegt das gekräuselte Teil jetzt etwas tiefer, aber das ist sogar gut so.
Die Knopfleiste mit den Schlaufen gefiel mir auf verschiedenen Bildern besonders gut, die Verarbeitung muss ich aber noch üben ...
Verlinkt bei MMM
Zuerst dachte ich, ach einen Kimono-Schnitt, den mach ich mal eben schnell, den brauche ich nicht anzupassen - das war wohl nichts! Ich nahm die größte Größe und bekam einen Sack.
Ändern war angesagt: Dank dem Kimono-Schnitt konnte ich die Bluse schräg an den Seite von den Schultern (3 cm) bis zur Hüfte (0 cm) enger machen. Im Rücken liegt das gekräuselte Teil jetzt etwas tiefer, aber das ist sogar gut so.
Die Knopfleiste mit den Schlaufen gefiel mir auf verschiedenen Bildern besonders gut, die Verarbeitung muss ich aber noch üben ...
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Mittwoch, 6. Juni 2018
Probe-Hemdblusenkleid
Hemdblusenkleider sind derzeit sehr beliebt, deshalb wollte ich ausprobieren, ob mir sowas steht - obwohl ich eigentlich nicht so die Kleiderliebhaberin bin.
Ein Baumwollstoff fand sich noch in meinem Vorrat; als Schnitt nahm ich den von dieser Bluse hier, den ich einfach verlängerte.
Es gab viel zu ändern, vor allem in der Weite, und es ist immer noch nicht eng genug. vorne brauche ich noch zusätzliche Taillen-Brustabnäher, die ich hier mal mit dem Gürtel angedeutet habe:
Auch im Rücken ist es nicht perfekt. Zwar habe ich Abnäher eingenäht, trotzdem kräuselt sich das Kleid unter dem Gürtel in der Taille. Wegen meines extremen Hohlkreuzes ist über dem Po zu viel Stoff. Ich glaube, ich muss das Kleid durchschneiden und eine Taillennaht einfügen.
Ohne Gürtel möchte ich es nicht tragen, da sieht es aus wie eine Kittelschürze. Schön finde ich allerdings den geschwungenen Saum, den ich bei der Verlängerung der Bluse mit übernommen habe.
Nahttaschen sind auch vorhanden, allerdings sind sie mir zu tief geraten, um bequem zu sein. Wenn ich sie höher ansetze, kämen sie genau an meine dickste Stelle am Bauch und an den Hüften, deshalb werde ich wohl auf sie verzichten.
Am Rücken zwischen den Schultern gefällt es mir auch noch nicht, durch meine abfallenden Schultern entstehen Falten, die nicht da sein sollten. Die Falten in den Ärmeln werden bleiben, ich brauche die Weite, um die Arme gut bewegen zu können.
Der Stoff ist recht hübsch mit diesen Papierschiffchen, die Qualität ist allerderings nicht so toll. Der Baumwollstoff ist ziemlich hart und fest, für ein Probekleid ideal, man sieht jeden Fehler.
Auf jeden Fall werde ich mir noch ein Hemdblusenkleid nähen.
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